Bozily Vogelhaus mit Kamera im Test
Das kompakte Futterhaus von Bozily versorgt die Vögel im Garten mit Nahrung und macht automatisch Videos der Besucher. Wie gut das in der Praxis funktioniert, zeigt unser Test.
Das kompakte Futterhaus von Bozily versorgt die Vögel im Garten mit Nahrung und macht automatisch Videos der Besucher. Wie gut das in der Praxis funktioniert, zeigt unser Test.
Vogelhäuser mit Kamera sind nicht neu, bis vor einigen Jahren war der Aufwand für die Installation aber sehr hoch. Stromversorgung und Bildübertragung per Kabel sind inzwischen aber nicht mehr notwendig. Dank Solarpanel und Akku funktioniert das Vogelfutterhaus von Bozily kabellos und kann so sehr flexibel im Garten platziert werden. Ob sich die Kosten von rund 90 Euro lohnen, zeigt unser Test.
Ausstattung Futterhaus Bozily
Die Futterstation von Bozily ist das bisher kleinste Modell in unserer Testreihe. Die Verarbeitungsqualität des Kunststoff-Hauses ist in Ordnung aber nicht hochwertig. Zum Lieferumfang gehören das Futterhaus, verschiedene Befestigungsmöglichkeiten und eine Anleitung. Auch eine zur Speicherung benötigte microSD-Karte mit 32 GB gehört zum Lieferumfang.
Statt einer Wildkamera oder einer Überwachungskamera mit WLAN kommt hier eine wasserdichte Kamera mit PIR-Sensor im einfachen Kunststoffgehäuse zum Einsatz. Die Kamera selbst macht zwar nicht den Eindruck, als wäre sie für den Outdoor-Einsatz geeignet, die letzten acht Monate mit Regen, Schnee und Sturm hat sie aber gut überstanden. Die Stromversorgung sichern der interne Akku und das Solarpanel auf dem Dach des Futterhauses.
Testerfahrungen
Die Bedienung direkt am Gerät funktioniert dank Bedientasten und Display mühelos. Die rudimentären Einstellungsmöglichkeiten sind verständlich benannt und die Steuerung intuitiv. Die Platzierung des Häuschens will allerdings gut überlegt sein, denn bekommt das Solarpanel zu wenig Licht ab, ist der Akku nach wenigen Tagen leer.
In Sachen Bildqualität hatten wir uns von den 1080p etwas mehr erhofft. Die Aufnahmen wirken allesamt etwas verwaschen und matschig. Die Videos sind sonst aber zumindest brauchbar – wenn denn nur öfter auch mal ein Vogel im Bild wäre. Der größte Teil der aufgezeichneten Videos zeigt lediglich sich bewegende Äste oder im Hintergrund laufende Personen. Das war dem Vorbesitzer anscheinend auch nicht genug – obwohl wir die Kamera als neu gekauft hatten, waren bereits Aufnahmen eines Vorbesitzers auf der mitgelieferten Speicherkarte zu finden.
Im Vergleich zu anderen Vogelhäusern mit Kamera fehlt uns hier vor allem eine bequeme WLAN-Verbindung zur Bildübertragung. Wer die Videos auf der Speicherkarte sichten will, muss diese erst aus der Kamera entnehmen und dann am PC auslesen. Das ist im stressigen Alltag oft zu aufwändig, und so geht unser Interesse an den ohnehin nur durchwachsenen Aufnahmen schnell verloren. Schade, bei smarten Vogelhäusern mit niedrigerer Einstiegshürde ist das nicht so.
Preis
Aktuell kostet das Kamera-Futterhaus von Bozily 90 Euro. Im Vergleich zu anderen Modellen ist das zwar günstig, hinsichtlich der schlechten Bildqualität und der vielen Fehlaufnahmen durch sich bewegende Äste wäre es uns die Investition aber nicht wert. Für ähnliche Summen gibt es deutlich bessere Alternativen mit deutlich höherer Langzeitmotivation.
Fazit
Gut gedacht, falsch gemacht – Zwar funktioniert das Kamera-Futterhaus von Bozily zuverlässig und hält auch harte Wetterbedingungen aus, hinsichtlich der Bildqualität und den vielen Fehlaufnahmen können wir hier aber keine Kaufempfehlung vergeben.
Positiv sind die Solarstromversorgung und die einfache Einrichtung – ansonsten können wir diesem Futterhaus wenig abgewinnen. Hier lohnt sich der Blick auf andere Testmodelle.
- günstig
- inklusive Speicherkarte
- schlechte Bildqualität
- zu empfindlicher Bewegungssensor sorgt für viele Fehlaufnahmen
- Zur Sichtung der Videos muss die Speicherkarte entnommen werden