Trump auf dem Holzweg: Das ist der wahre Grund fürs Versagen der US-Autos

US-Präsident Donald Trump stellt mit seinen Zöllen die Wirtschaft rund um die Welt auf den Kopf. Insbesondere europäische Autos haben es ihm angetan, sie werden mit 25 Prozent Zollaufschlag belegt. Andersherum kommen jedoch US-Autos in Europa überhaupt nicht gut an – was Trump nicht gefällt. Doch daran kann er nichts ändern, meinen deutsche Autoexperten.

Apr 4, 2025 - 18:58
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Trump auf dem Holzweg: Das ist der wahre Grund fürs Versagen der US-Autos

US-Präsident Donald Trump stellt mit seinen Zöllen die Wirtschaft rund um die Welt auf den Kopf. Insbesondere europäische Autos haben es ihm angetan, sie werden mit 25 Prozent Zollaufschlag belegt. Andersherum kommen jedoch US-Autos in Europa überhaupt nicht gut an – was Trump nicht gefällt. Doch daran kann er nichts ändern, meinen deutsche Autoexperten.

US-Autos fehl am Platz: Trump verkennt das Problem

Wer Donald Trump fragt, was das Problem beim Autohandel zwischen USA und EU ist, dürfte etwas hören wie: Die EU bevorzugt eigene Produkte beim Zoll. Nicht komplett falsch, immerhin zahlten die US-Kunden bisher nur 2,5 Prozent während US-Autos in der EU mit 10 Prozent extra belegt werden. Entsprechend verkaufen die USA weniger Autos nach Europa als umgekehrt, so die Ansicht des US-Präsidenten. Die 25 Prozent Aufschlag in den USA sollen das richten.

Doch der Plan wird scheitern, argumentiert Auto-Guru Ferdinand Dudenhöffer: „Die Autos aus Amerika sind bei uns schlicht unverkäuflich“ (Quelle: dpa via Tagesspiegel). Sie seien viel zu groß für europäische Kunden, zu breit für die Straßen. Ein amerikanischer Pickup wirkt in den meisten Städten Europas wie ein gigantischer Fremdkörper.

„Du kannst hier kein Auto verkaufen mit acht Zylindern und 15 Litern Verbrauch“, erklärt Dudenhöffer weiter. Zu den Spritpreisen in Europa ist es schlicht nicht rentabel, riesige Pkw aus den USA zu kaufen. Viele Modelle sind daher auch am Markt gar nicht ohne weiteres zu bekommen.

Dudenhöffers Resümee: „Wenn man hier Autos verkaufen will, braucht man Modelle, die die Kunden auch wollen.“ Ähnlich sieht es Stefan Bratzel, Leiter des Center of Autmotive Management: „Das ist das große Problem der US-Hersteller, die Geschmäcker der europäischen Konsumenten einfach nicht zu treffen. Die haben eigentlich nichts anzubieten, was bei uns größere Marktanteile gewinnen könnte.“

Zwar haben Hersteller wie Ford bei einigen Kunden durchaus einen Fuß in der Tür – aber eben mit in Europa für den europäischen Markt gebauten Modellen. Einzige Ausnahme zu dieser Regel sei Tesla – bisher gewesen: „Tesla hat jetzt andere Probleme“, so Bratzel – und er hat recht:Link

Geht es nach den beiden Experten, werden die Zölle also nichts daran ändern, dass US-Autos in der EU praktisch unverkäuflich sind. Dafür bräuchte es das richtige Produkt, was in der aktuellen Situation bei vielen Kunden allerdings auch keinen Unterschied machen dürfte. Denn auch wenn Trumps Zoll-Hammer nicht das einbringt, was er gerne hätte – wirkungslos ist er nicht.

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