Ein Jahrzehnt 12 % Rendite jährlich: Die Top-Aktien dafür!
Visa und Berkshire Hathaway sind zwei Aktien mit stabilen Gewinnen und langfristigem Potenzial. Jährlich 12 % Rendite könnten möglich sein. Der Artikel Ein Jahrzehnt 12 % Rendite jährlich: Die Top-Aktien dafür! ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.

12 % Rendite pro Jahr? Kann das realistisch sein, mag sich der eine oder andere fragen. Ja, durchaus!
Dazu muss man sich nur einige Dauerläufer-Aktien anschauen, die über Jahrzehnte hinweg jährlich zwischen 10 und 30 % Wertzuwachs generiert haben. Das muss nicht immer eine Netflix (WKN: A0YJQ2) sein. Manchmal sind es einfach die langweiligen Aktien, die sich in ihrer Nische heimlich zu Weltmarktführern entwickeln.
Doch zurück zu unserer Ausgangsfrage: Welche Aktien könnten in den nächsten zehn Jahren eine jährliche Rendite von 12 % erzielen? Dazu möchte ich eine Value- und eine Growth-Aktie vorstellen, nämlich Berkshire Hathaway (WKN: 854075) und Visa (WKN: A0NC7B).
Berkshire Hathaway: Die Top-Aktie für jährlich 12 % Rendite?
Die Aktie des Finanzkonglomerats wird seit den 70er Jahren von Warren Buffett als CEO geführt und hat von 1965 bis Ende 2024 einen jährlichen Wertzuwachs von fast 20 % generiert. Das muss erst einmal jemand nachmachen, denn es handelt sich um eine signifikante Outperformance des S&P 500 inklusive Dividenden von mehr als 9 Prozentpunkten. Und das in einer Branche, in der die meisten Vermögensverwalter nicht einmal ihren Index schlagen.
Genau diese Tatsache stimmt mich optimistisch, dass auch im kommenden Jahrzehnt eine Outperformance erreicht wird, auch wenn dann nicht mehr Warren Buffett, sondern sein Nachfolger Greb Abel die Geschäfte führen wird. Er hat ähnliche konservative Ansichten wie Buffett, ist aber erst im zarten Alter von 62 Jahren, was für amerikanische Verhältnisse als CEO durchaus noch Jahrzehnte an der Spitze bedeuten kann.
Doch zurück zur Aktie. Berkshire Hathaway ist konservativ aufgestellt und tief in wichtigen Industrien verwurzelt. Zum Beispiel im Versicherungsgeschäft, im Energiesektor oder im Transportgeschäft rund um Burlington Northern Santa Fe.
Aber auch das Produktions- und Dienstleistungsgeschäft steht für eine nicht unerhebliche Umsatzbasis von über 138 Mrd. US-Dollar im Geschäftsjahr 2024. Nicht zu vergessen ist das 300 Milliarden US-Dollar schwere Beteiligungsportfolio, in dem Beteiligungen wie Apple (WKN: 865985), American Express (WKN: 850226) oder Coca-Cola (WKN: 850663) im zweistelligen Milliardenbereich gehalten werden.
Die Aktie ist mit einem bereinigten KGV von 24 zwar nicht mehr ganz so günstig wie in den vergangenen Jahren, aber das Zinsniveau ist eben auch ein anderes. Und genau davon profitiert der Konzern mit stark steigenden Kapitalrenditen gleich mehrfach.
Visa: Besser als ein Fintech
Blickt man auf Wachstumsunternehmen, so könnte auch ein Unternehmen wie Visa über ein nicht unerhebliches Kurssteigerungspotenzial verfügen. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt jedenfalls, dass jährlich zweistellige Zuwächse locker erreicht wurden. In den letzten 15 Jahren beispielsweise betrug die Kurssteigerung inklusive Dividenden 1.500 %, was auf das Jahr gerechnet einer jährlichen Rendite von knapp 20 % entspricht.
Erklärbar ist der starke Kursanstieg mit dem tiefen Burggraben, wie sie durch das große Zahlungsnetzwerk entstehen. Auf dieses kann kaum ein Händler verzichten, wenn er Produkte oder Dienstleistungen verkaufen will. Gerade in Zeiten, in denen der bargeldlose Zahlungsverkehr an Bedeutung gewinnt, zahlt sich dieses Asset umso mehr aus.
Entscheidend ist aber auch, dass Visa keine Kredite vergibt, sondern nur als Zahlungsabwickler auftritt. Das sorgt für höhere Margen, weniger Zyklizität und auch Kapitalbindung. Die Nettomarge von über 50 % ist ein Synonym dafür.
Und das Wachstum läuft wie an der Schnur gezogen. 2024 stieg der Nettoumsatz um 10 %, der bereinigte Gewinn je Aktie sogar um 15 %. Aktienrückkäufe sorgen regelmäßig dafür, dass der Gewinn pro Aktie stärker steigt als der Umsatz.
Meiner Meinung nach dürfte die Visa-Aktie trotz des Booms der zahlreichen Fintechs weiterhin eine rosige Zukunft haben. Das bereinigte KGV von 34 ist aber vor allem im historischen Kontext nicht günstig.
Doch die Digitalisierung des Zahlungsverkehrs hat gerade erst Fahrt aufgenommen und mit ihr das Wachstumstempo. Sollten die EPS wie in der Vergangenheit weiter im hohen Zehnerbereich steigen und sich die Aussichten nicht wesentlich verschlechtern, könnte auch hier der Aktienkurs jährlich zweistellig zulegen.
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Frank Seehawer besitzt Aktien von Berkshire Hathaway, American Express, Apple, Coca Cola und Visa. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Apple, Berkshire Hathaway, Netflix und Visa.