News: Abstiegskampf, Roberto Firmino, Anton Velkov

Kiel und Bochum liefern sich ein packendes Duell und zeigen, dass noch Leben im Tabellenkeller ist. Also, außer bei der TSG Hoffenheim. Das und mehr in den News des Tages.

Feb 10, 2025 - 10:10
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News: Abstiegskampf, Roberto Firmino, Anton Velkov

Abstiegskampf in der Bundesliga

Im Keller brennt noch Licht. Ach was, der Keller steht in Flammen! Das gestrige Spiel zwischen Holstein Kiel und dem VfL Bochum war ein Abstiegskracher wie er im Buche steht. Intensiv, offen, packend – und am Ende mit einem 2:2-Endstand, der, wie es so schön heißt, keinem wirklich weiter hilft. Wobei vor allem die Kieler mit dem Ergebnis hadern dürften. In der 74. Minute erzielte Lewis Holtby das vermeintliche 3:2 für Kiel, das Schiedsrichter Felix Zwayer nach Ansicht der Bilder wegen eines umstrittenen Kontakts im Vorfeld einkassierte. „Ich verstehe Kiel ein bisschen, man muss das nicht unbedingt geben“, gestand Bochums Tom Krauß, der von Holtby leicht im Gesicht getroffen worden war. Beim vermeintlichen Torschützen, dem an anderer Stelle auch ein Elfmeter verwehrt wurde, lagen die Nerven hingegen blank. „Ich wische ihn überhaupt nicht ins Gesicht, er läuft in meine Hand rein“, sagte Holtby nach dem Spiel. „Vielleicht erklären mich die Leute für verrückt, aber wenn das ein Foul ist, dann höre ich am besten nächste Saison mit Fußball auf. Puh, was für aberkannte Mopeds!“

Durch das „aberkannte Moped“ verpassten es die Kieler jedenfalls, auf den Relegationsrang zu klettern und Heidenheim zu überholen. Das Team von Frank Schmidt hatte am Samstag mit 0:1 gegen den SC Freiburg verloren. Woraufhin Keeper Kevin Müller nach Abpfiff den Ton für die kommenden Wochen setzte: „Es sind noch einige Spiele zu gehen, aber wir müssen langsam anfangen, mit dem Arsch an die Wand zu kommen.“ Versohlt wurde indes die TSG Hoffenheim, die daheim mit 0:4 gegen Union Berlin baden ging. Und während bei Kiel, Bochum und Heidenheim zumindest ein Gemeinschaftsgeist zu erkennen war, ist das Binnenklima bei den Kraichgauern endgültig am Gefrierpunkt. „Wir geben 90 Millionen aus. Und wievielter sind wir? Viertletzter! Das kann nicht unser Anspruch sein“, sagte Dennis Geiger nach dem Spiel. Und Marius Bülter sprach schlicht von einem „peinlichen“ Auftritt. Wie gesagt: Im Keller brennt noch Licht. Und in Hoffenheim sogar alle Alarmleuchten.

Warum ein Abstieg der TSG Hoffenheim einem „Happy End“ gleichkäme:
90 Millionen und kein Konzept (C)

al-Ahli sagt Firmi-no

Stellt euch vor, ihr seid Kapitän eurer Mannschaft, habt in den letzten drei Spielen zwei Hütten gemacht – und werdet dann einfach so für den Rest der Saison aus dem Kader gestrichen. Klingt kurios, ist aber nur eine weitere Absurdität in der an Absurditäten nicht armen Saudi Pro League. Ereilt hat dieses Schicksal den Ex-Hoffenheimer und -Liverpooler Roberto Firmino, der inzwischen bei al-Ahli unter Vertrag steht. Grund ist der Brasilianer Galeno, den die Saudis im Winter für schlappe 50 Millionen Euro vom FC Porto verpflichtet haben. Womit bei al-Ahli nun elf Ausländer unter Vertrag stehen – und damit einer mehr, als es die Ligastatuten erlauben. „Es war eine schwierige Entscheidung für den Verein und geschah aufgrund der Regeln“, erklärte Trainer Matthias Jaissle, der zu Hoffenheimer Zeiten übrigens mal Teamkollege von Firmino war. Firmino wird ab sofort also nur noch in der asiatischen Champions League auflaufen können. Fraglich, ob der 33-Jährige das auf sich sitzen lassen wird – oder ob er nicht doch noch die Biege macht. Das Winter-Transferfenster ist jedenfalls in Ländern wie der Türkei, der Schweiz oder den USA noch geöffnet.

Mut zum Hut

Diesen Mann kennen hierzulande wohl nur einige Voll-Nerds: Der Bulgare Anton Velkov schnürte seine Schuhe von 1997 bis 2000 für den SC Paderborn in der Regionalliga West-Südwest und ist der Vater von Kostadin Velkov, der unter anderem für die Würzburger Kickers, den Chemnitzer FC und Atlas Delmenhorst spielte. Inzwischen ist Anton Velkov in seiner dritten Amtszeit Trainer von Lokomotive Sofia in der ersten bulgarischen Liga, für die er auch als Spieler schon aktiv war. Eine Faszination für den deutschen Fußball scheint Velkov allerdings bis heute in sich zu tragen. Vielleicht ist er aber auch einfach nur Fan vom Kölner Karneval und verkleidet sich gern. Andere Erklärungen fallen mir jedenfalls nicht dafür ein, dass der 56-Jährige im Post-Match-Interview am Wochenende plötzlich diese Mütze vom 1. FC Köln auf dem Kopf trug.

Rätsel des Tages

WWWessen „Ws“ sehen wir hier? Lösungen bitte gerne an newsletter@11freunde.de. Am Freitag suchten wir die Kleeblätter der SpVgg Fürth, Celtic Glasgow, Rot-Weiss Oberhausen und den Shamrock Rovers.

Wo rollt der Ball?

Schlafentzug vom Super Bowl? Kein Problem: Montag ist Schontag. Wer trotzdem nicht auf Fußball verzichten möchte, kann sich um 18 Uhr das Duell zwischen Carl Zeiss Jena und dem SC Freiburg in der Frauen-Bundesliga angucken. Zu später Stunde gastiert zudem die Fiorentina bei Inter Mailand in der Serie A. Was ein schnelles Wiedersehen ist, weil das Hinspiel, das wegen eines medizinischen Notfalls abgebrochen worden war, kurioserweise erst vor vier Tagen zu Ende gespielt wurde.

Kommt gut in die Woche!