Es wurde schon lange gemunkelt, dass das Bargeld in Deutschland irgendwann aussterben wird, damit am besten nur noch per Karte gezahlt wird. Ob dies ein Grund dafür ist, dass in Deutschland die Geldautomaten der Banken immer weniger geworden sind, kann man nicht genau beurteilen. Was aber sicher ist, dass viele Bankautomaten, die man über die Jahre immer wieder genutzt hat, nach und nach nicht mehr an Ort und Stelle stehen und man sich als Verbraucher die Frage stellt, wo man sein Bargeld künftig abheben kann, ohne in die nächste Ortschaft fahren zu müssen, denn laut Bundesbank sind nur noch rund 51.000 Geldautomaten in Deutschland zu finden. Zum Vergleich: 2018 waren es noch über 59.000 Geldautomaten! Trotzdem sagt die Zentralbank, dass der Zugang zum Bargeld gesichert sei, da nahezu jeder einen Geldautomaten in einem Umkreis von 5 Kilometer nutzen kann. Schwierig, wenn man kein Auto hat oder nicht mobil sein kann, oder? Supermarktkasse als Alternative für das schnelle Geld? Im Jahre 2007 ging es los mit der Bargeldauszahlung an Supermarktkassen. Die ersten großen Händler fingen an, ihren Kunden eine Bargeldabhebung zu ermöglichen, um nicht an den Bankautomaten gehen zu müssen. Anfangs teilweise nur mit einem Einkauf verbunden, bzw. einen Einkaufswert, der dann die Geldabhebung ermöglichte. Es gibt in Deutschland 37 dominierende Händler, die wir alle gerne als Kunden besuchen. Von diesen haben sich aktuell 23 Händler zu dem Service der Bargeldabhebung entschieden und bieten diese ihren Kunden an. Mit dabei sind aber nicht nur Supermärkte, sondern auch Baumärkte und Drogerien und Discounter. Wer Bargeld an der Kasse abheben möchte, muss nur einen dieser Händler aufsuchen: Supermärkte: Edeka Kaufland REWE Marktkauf Globus Markthallen Denns Biomarkt Markant Drogerien: DM Budni Müller Rossmann Baumärkte: Globus Baumarkt OBI toom Baumarkt Discounter: Lidl Netto (mit und ohne Hund) Norma NP-Discount Penny Aldi Nord (Teilweise) Muss ein Einkauf für eine Bargeldabhebung erfolgen? Grundsätzlich haben einige Händler eigene Bedingungen, um solch eine Abhebung zu ermöglichen. So gab es zum Beispiel bei REWE einen Mindesteinkaufswert von 10€, um dann bis 200-300 Euro Bargeld vom eigenen Konto abheben zu können. Der genannte Bargeldbetrag, den man dann gerne mitnehmen möchte, wird dann einfach auf den Einkauf aufgeschlagen, wird dann aber auf dem Kassenbon extra vermerkt. Diese Zeiten ändern sich allmählich und man muss selber kein Kunde des Händlers sein, um Geld abheben zu können. Einige Händler haben ihren Service mit dem Bezahldienst Viacash ausgeweitet, sodass man über diesen Dienst auch ohne Einkauf an sein Geld kommen kann. Dieser Service arbeitet auch mit Banken zusammen, denn zum Beispiel in der Postbank-App gibt es schon die Möglichkeit, ohne Einkauf an Bargeld zu kommen. So wird ganz einfach nach Einstellung eurer Bargeldsumme ein Barcode generiert, der dann ganz einfach von den Kassen gescannt werden kann und es mit diesem zur Auszahlung des Betrags kommt. Ganz ohne einkaufen zu müssen! Wird sich der Trend weiter ausbauen und wird der Bankautomat irgendwann aussterben? Der Vorteil liegt ganz auf der Hand, denn gerade, wenn man spontan an Geld kommen muss, ist es einfach kaum noch möglich mal eben einen Geldautomaten zu finden und wenn doch, dann mit großer Chance einer fremden Bank, die dann für eine Abhebung saftige Gebühren erhebt. So wird die feiernde Gesellschaft davon profitieren, dass sie auf dem Weg zur Party, bei der man sowieso was mitbringen muss, auch an Bargeld kommt. Ebenso werden es ältere Menschen einfacher haben, sobald sie sich mit diesem Service angefreundet haben, da dadurch der Weg zum weit entfernten Automaten entfällt, was für viele ältere Menschen immer eine Herausforderung sein kann. Ebenso kann man Geldabhebungen auch ganz einfach mit dem Wocheneinkauf verbinden, was ordentlich in das Zeitmanagement hineinspielt. Aber wie sieht es mit Gebühren aus? Das kostet doch sicherlich auch was? Ja, die Bargeldabhebung beim Supermarkt kostet Gebühren, aber diese werden nicht dem Kunden in Rechnung gestellt. Der Händler selber ist in der Verantwortung, diese Gebühren zu übernehmen. Diese Gebühren belaufen sich je nach Absprache mit dem Zahldienst auf ca. 0,1 bis 0,2 Prozent einer Transaktion, also ausgezahlten Betrages. Daher auch anfangs die Idee, einen Mindestbetrag für einen Einkauf, um Geld abheben zu können. Die Gebühren, die zu Lasten des Händlers getragen werden, sind aber nicht der wesentliche Kostenfaktor dieser Transaktionen und Auszahlungen, denn es muss auch entsprechend ein Geldbestand auf Lager sein, um die Masse an Kunden bedienen zu können. Gerade, wenn dieser Trend noch größer wird und weiterhin Bankautomaten verschwinden, werden die Händler auf eine kleine Probe gestellt. Aber nicht nur die Lagerung von deutlich mehr Bargeld ist hier das Problem, sondern eher die damit verbundene Bestellung per Geldtransporter, die ggf. täglich für ausreichende Bargeldbestände in den
