Documenta-Skandal 1977: Prominente DDR-Maler sind nach Kassel eingeladen

Bernhard Heisig, Wolfgang Mattheuer, Willi Sitte und Werner Tübke kommen mit ihren Werken zur großen bundesdeutschen Kunstschau. Wer hoffte, der kalte Krieg werde an dieser Stelle ausnahmsweise nicht geführt, sieht sich getäuscht Durfte er das? Documenta-Kurator Manfred Schneckenberger hat nach offenbar langen Verhandlungen mit DDR-Ministerien Bernhard Heisig, Wolfgang Mattheuer, Willi Sitte und Werner Tübke nach Kassel eingeladen. Sollten tatsächlich DDR-„Staatskünstler“ auf der wichtigsten Kunstschau der BRD ihre Bilder zeigen?Ich war damals Panorama-Redakteurin, in der Programmkonferenz diskutierten wir, ob das nicht eine Geschichte für uns wäre. Aber Kunst war die Sache von Panorama nicht, und die Kultursendungen hatten bereits ausführlich berichtet. Pro und Kontra. Pro überwog, obwohl die Galerien von Markus Lüpertz und Gerhard Richter mit Boykott drohten, und der Maler A. R. Penck urteilte: „Das sind keine Maler, sondern Arschlöcher.“ Es warLesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag.

Mär 31, 2025 - 05:45
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Documenta-Skandal 1977: Prominente DDR-Maler sind nach Kassel eingeladen
Bernhard Heisig, Wolfgang Mattheuer, Willi Sitte und Werner Tübke kommen mit ihren Werken zur großen bundesdeutschen Kunstschau. Wer hoffte, der kalte Krieg werde an dieser Stelle ausnahmsweise nicht geführt, sieht sich getäuscht
Documenta-Skandal 1977: Prominente DDR-Maler sind nach Kassel eingeladen

Durfte er das? Documenta-Kurator Manfred Schneckenberger hat nach offenbar langen Verhandlungen mit DDR-Ministerien Bernhard Heisig, Wolfgang Mattheuer, Willi Sitte und Werner Tübke nach Kassel eingeladen. Sollten tatsächlich DDR-„Staatskünstler“ auf der wichtigsten Kunstschau der BRD ihre Bilder zeigen?

Ich war damals Panorama-Redakteurin, in der Programmkonferenz diskutierten wir, ob das nicht eine Geschichte für uns wäre. Aber Kunst war die Sache von Panorama nicht, und die Kultursendungen hatten bereits ausführlich berichtet. Pro und Kontra. Pro überwog, obwohl die Galerien von Markus Lüpertz und Gerhard Richter mit Boykott drohten, und der Maler A. R. Penck urteilte: „Das sind keine Maler, sondern Arschlöcher.“ Es war

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