tado „testet“ generelle Nutzungsgebühren für seine App
Ein Leser hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass in den letzten Tagen eine wachsende Anzahl von Nutzern der Heizkörperthermostate von tado mit Meldungen konfrontiert wurde, in denen von einer generellen Gebühr für die Nutzung der zugehörigen tado-App die Rede war. Den Hinweisen zufolge sollen vom 19. Februar an monatliche Gebühren in Höhe von 0,99 Euro […]

Ein Leser hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass in den letzten Tagen eine wachsende Anzahl von Nutzern der Heizkörperthermostate von tado mit Meldungen konfrontiert wurde, in denen von einer generellen Gebühr für die Nutzung der zugehörigen tado-App die Rede war.
Den Hinweisen zufolge sollen vom 19. Februar an monatliche Gebühren in Höhe von 0,99 Euro anfallen, um weiterhin auf den grundlegenden Funktionsumfang der Anwendung zugreifen zu können. Teils wurde die Einführung dieser Gebühr auch erst für den Monat Mai angekündigt.
Die Verunsicherung und Empörung der betroffenen Nutzer ist verständlich und hat sich seither in verschiedenen Diskussionen auf Reddit und in den Supportforen von tado niedergeschlagen. Der Hersteller selbst versuchte es jetzt mit einer Notbremse und lässt verlauten, dass es sich hier ausschließlich um eine Marktstudie gehandelt habe, die keinerlei finanzielle Konsequenzen zufolge hat. Zudem versucht das Unternehmen, die betroffenen Nutzer zu versöhnen, indem sie das sogenannte „Auto-Assist-Abo“ von tado, das regulär 3,99 Euro pro Monat kostet, ein Jahr lang kostenlos erhalten.
Nutzungsgebühr nur eine Frage der Zeit?
Unabhängig davon, ob es sich hierbei nun tatsächlich um einen Test ohne konkrete Pläne für die Einführung dieser kostenpflichtigen Funktion gehandelt hat oder nicht, lässt der Sachverhalt darauf schließen, dass diese Gebühr früher oder später auch kommt.
tado wird sich die in der angezeigten Meldung aufgeführten Gründe nicht aus der Nase gezogen haben. So war hier von steigenden Kosten im Zusammenhang mit den betriebenen Servern, externen Daten und einer kontinuierlichen Verbesserung der Funktionen die Rede. Dass diesbezüglich Kosten entstehen und sich auch erhöhen können, wird niemand abstreiten. Bislang hat es allerdings den Anschein erweckt, als würde tado diese durch einen Mix aus seinen erweiterten Abo-Angeboten und den Einnahmen durch den Hardware-Verkauf abfangen. Die aktuelle „Marktstudie“ des Anbieters lässt nun vermuten, dass diese Rechnung nicht aufgeht.
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