Nagelhaut entfernen: So geht es Schritt für Schritt

Beim Nagelhaut entfernen gibt es ein paar Dinge zu beachten: Wir haben die besten Tipps und Tricks für gesunde und gepflegte Hände und Füße.

Feb 19, 2025 - 17:35
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Nagelhaut entfernen: So geht es Schritt für Schritt

Beim Nagelhaut entfernen gibt es ein paar Dinge zu beachten: Wir haben die besten Tipps und Tricks für gesunde und gepflegte Hände und Füße.

Die Nagelhaut schützt unsere Finger- und Fußnägel und sorgt dafür, dass Keime keine Chance haben, das empfindliche Nagelbett zu schädigen. Doch trockene, rissige und verwachsene Nagelhaut wirkt ungepflegt und kann zu schmerzhaften Erkrankungen führen. Deswegen kannst du sie sachte zurückschieben oder entfernen. 

Wie das geht? Hier findest du die besten Tipps und Tricks, wie du deine Nagelhaut sicher behandeln kannst – und was du bei deiner Hand- und Fußpflege beachten kannst.

Ist es gesund, Nagelhaut zu entfernen?

Generell solltest du wissen: Die Nagelhaut ist ein Schutzmechanismus des Körpers. Sie soll die Nagelwurzel schützen und Bakterien und Viren weghalten. Das heißt: Umso mehr wir sie wegschneiden, desto stärker wächst sie auch nach. 

Deswegen greifen viele zu Nagelölen, Cremes und Co, um die Nagelhaut gepflegter aussehen zu lassen. Das Problem? Nagelhaut ist tot – und was tot ist, können wir nicht wieder zum Leben erwecken. Ganz egal, wie kostspielig, besonders oder speziell deine Pflegeprodukte sind. 

Lesetipp: Das hilft gegen einen Nietnagel

Soll man Nagelhaut überhaupt zurückschieben?

Du kannst deine Nagelhaut regelmäßig zurückschieben. Wichtig ist nur, dass du sie nicht beschädigst und wirklich vorsichtig bist. Denn eingerissene Nagelhaut macht den Weg frei für Bakterien und Viren und so können schnell Entzündungen entstehen. Das tut nicht nur weh, sondern sieht auch ungepflegt aus. Falls du dir unsicher bist, dann lasse deine Nagelhaut von einem Profi im Salon behandeln.

Weiterlesen: Nageltrend Biab Nails – Infos und Tipps gibts hier. 

Entfernung der Nagelhaut: Welche Werkzeuge brauchst du?

Um deine Nagelhaut selbst zu behandeln, brauchst du ein paar Tools. Aber keine Sorge, diese sind nicht teuer und belaufen sich oft sogar unter fünf Euro. 

Nagelhaut von Händen und Füßen entfernen

Um deine Nagelhaut zu behandeln, gibt es zwei verschiedene Methoden. Außerdem ist die richtigeVorbereitung wichtig. Worauf du achten kannst, liest du im Folgenden. 

1. Vorbereitung

  1. Zu Beginn kannst du dir ein warmes Hand- und oder Fußbad gönnen. Das macht nicht nur die Nagelhaut weich, sondern wirkt auch sehr entspannend. 
  2. Im zweiten Schritt sollte die Nagelhaut eingeweicht werden. Je geschmeidiger sie ist, umso leichter kann sie entfernt werden. 
  3. Alternativ eignet sich ein spezielles Öl für Fingernägel und Nagelhaut. Dieses ebenso auf die Nagelhaut geben und wirken lassen, bis die Haut um die Nägel schön weich geworden ist. 
  4. Auch ein Handbad mit warmemOliven- oder Jojobaöl kann dabei helfen, die Nagelhaut aufzuweichen. Dafür einfach die Finger zehn bis 15 Minuten in das angewärmte Öl halten. 

2. Nagelhaut entfernen mit Rosenholzstäbchen und Nagelhautzange

Nun ist deine Nagelhaut perfekt vorbereitet, um sie schonend und ohne Risiko entfernen zu können. 

  1. Nagelhaut zurückschieben: Ein altbewährtes Hausmittel zum Nagelhaut zurückschieben sind abgerundete Rosenholzstäbchen. Das Holz ist weich genug, um die empfindliche Nagelhaut nicht zu verletzen. 
  2. Nagelhaut schneiden: Fortgeschrittene in Maniküre und Pediküre können stattdessen auf eine sogenannte Nagelhautzange oder Nagelhautschere zurückgreifen. Diese kommen in der professionellen Hand- und Fußpflege zum Einsatz. Die Hautzange ist deutlich filigraner und sanfter als eine herkömmliche Nagelschere und verringert die Verletzungsgefahr.
  3. Nagelpflege: Wurde die Nagelhaut zurückgeschoben oder mit der Hautzange entfernt, ist eine intensive Nagelhautpflege wichtig. Im Anschluss am besten etwas Öl oder eine reichhaltige Handcreme in die Fingernägel und das Nagelbett einmassieren.

Hausmittel zum Nagelhaut entfernen? Vielleicht hast du die passenden Utensilien für ein selbst gemachtes Handbad bereits zu Hause. Anstelle eines Nagelöls kannst du auch etwas Kokosöl verwenden. Es liefert Feuchtigkeit und wirkt sich positiv auf die Nägel aus. 

3. Nagelhaut entfernen mit Nagelhautentferner

Auf seinem YouTube-Kanal zeigt Nagelstylist Frank Schäberle (Profi Tipps für Nailstylisten), wie das Nagelhaut entfernen in nur fünf Minuten gelingen kann. Ganz ohne schneiden. Dazu brauchst du lediglich einen guten Nagelhautentferner sowie eine einfache Nagelbürste.

  1. Schritt: Du trägst diesen Nagelhautentferner einfach auf die Nägel auf und lässt ihn fünf Minuten einwirken. Du musst nichts zurückschieben. 
  2. Schritt: Dann nimmst du dir eine Bürste und rubbelst dann unter fließendem Wasser über deine Nägel. Was passiert? Der Nagelhautentferner weicht die komplette vertrocknete, abgestorbene, verhornte Nagelhaut auf und das Bürstchen funktioniert quasi wie ein Peeling.

Youtube-Video Nagelhaut entfernen Experte

Tipp: Das funktioniert laut dem Experten übrigens immer, egal ob du Gelnägel, Nagellack oder einfach gar nichts trägst. Wichtig ist nur, dass du sanft rubbelst. Wir wollen die Haut nicht zu stark irritieren. Diese Routine kannst du etwa zweimal pro Woche machen, bei ganz verhornter Nagelhaut anfangs sogar täglich. 

Außerdem: Am besten wendest du diese Routine abends an, dann kannst du im Anschluss eine Handpflege oder ein Nagelöl auftragen und ins Bett gehen. So hat die Haut genug Zeit, um zu regenerieren. Natürlich sehen deine Nägel nicht direkt nach einer Behandlung wieder "wie neu" aus, du musst dem Ganzen etwas Zeit geben. Aber du wirst schon nach einer Behandlung eine wesentliche Besserung feststellen.

Nagelhautentferner kannst du auch bei DM, Rossmann, Budni oder anderen Drogerien kaufen. 

Was kann man anstelle von Nagelhautentferner verwenden?

Anstelle eines Nagelhautentferners kannst du deine Nagelhaut auch mit einem Handbad aufweichen und die Nagelhaut dann sanft abbürsten.

Eingerissene Nagelhaut: Ursachen und Tipps

Ist die Haut rund um die Nägel zu trocken, kann sie einreißen und sich sogar entzünden. Ist die Nagelhaut rissig, kann sie ihre Schutzfunktion nicht mehr erfüllen. Es kann viele verschiedene Auslöser für eingerissene Nagelhaut geben. 

  • Intensive Handhygiene: Zu häufiges Händewaschen mit Wasser und Seife oder die Verwendung von Desinfektionsmitteln trocknen die Nagelhaut aus.
  • Aggressive Reinigungsmittel oder Chemikalien entziehen der Haut Feuchtigkeit.
  • Enthält der Nagellackentferner Aceton, trocknet das die Nagelhaut aus.
  • Kälte und trockene Heizungsluft: Kalte Temperaturen und trockene Heizungsluft strapazieren die Hände. Die Folge: trockene und rissige Nagelhaut.
  • Fehler bei der Maniküre: Wird die Nagelhaut nicht häufig genug zurückgeschoben, wächst sie am Nagel fest und kann so einreißen. 
  • Mangelnde Handpflege: Bekommt die zarte Haut nicht genug Feuchtigkeit, kann sie einreißen.
  • Nährstoffmangel: Auch Nährstoffdefizite können zu rissiger Nagelhaut führen.

Eingerissene Nagelhaut richtig behandeln

Um rissige Nagelhaut zu verhindern, haben wir ein paar Tipps und Hausmittel für dich zusammengestellt:

  • Hände und Finger regelmäßig mit einer fetthaltigen Handcreme eincremen. So bleibt die Haut schön geschmeidig. Auch ein Nagelöl macht die Nagelhaut wieder schön geschmeidig.
  • Wer keine Handcreme oder Nagelöl hat, kann auch Hausmittel wie Olivenöl oder Kokosöl verwenden.
  • Beim Putzen Gummihandschuhe tragen!
  • Eingerissene Nagelhaut mit einer antiseptischen Salbe behandeln. Das mindert Entzündungen.

Lesetipps: Hier erfährst du, wie du Nagellack schneller trocknen kannst, was ein eingerissener Nagel bedeutet, was zu tun ist, wenn der Nagel abgerissen ist und wie du Fingernägel schneller wachsen lassen kannst.

Nagelhaut entfernt? Die richtige Nagelpflege

Das A und O für eine gesunde Nagelhaut ist die richtige Pflege. Dabei kommt es darauf an, die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen, sodass sie glatt und geschmeidig bleibt. Für gewöhnlich reicht es, die Hände und Füße regelmäßig mit einer feuchtigkeitsspendenden Handcreme zu pflegen. 

Bei besonderer Beanspruchung von Händen und Füßen oder bei trockener Haut im Winter reicht fleißig cremen manchmal nicht aus, um rissige Nagelhaut geschmeidig zu bekommen. Tipp: Oliven-, Jojoba- oder Mandelöl vor dem Schlafengehen auf die Nagelhaut auftragen, Baumwollhandschuhe anziehen und die pflegenden Inhaltsstoffe über Nacht einwirken lassen.

Wer häufig unter trockener und rissiger Nagelhaut leidet, sollte sich eine intensive Pflege gönnen und sich regelmäßig um Maniküre und Pediküre kümmern. Drogeriemärkte und Apotheken bieten spezielle Creme an, die neben feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen meist auch beruhigende Komponenten wie Kamille oder Mandelöl enthält und so Haut und Nagelhaut mit Feuchtigkeit versorgt.

Nagelhaut entfernen: Diese No Gos solltest du vermeiden

Es ist zwar verlockend, ein störendes Stückchen Nagelhaut mal eben mit der Schere abzuschneiden, doch das Verletzungsrisiko ist nicht zu unterschätzen. Wenn du übereifrig zu Werke gehst, passiert es schnell, dass die Nagelhaut einreißt. Das ist nicht nur schmerzhaft, sondern auch Nährboden für eine Entzündung oder einen Nagelpilz. Auch das Nagelhautentfernen mit einem Fräser ist nicht zu empfehlen. Du könntest die Nagelhaut verletzen und damit deinem Nagelbett schaden. 

Ebenso solltest du dich zurückhalten und deine Nagelhaut nicht abknibbeln, abkauen oder mit den Fingernägeln an ihr reißen. Das führt rasch zu Entzündungen oder verwachsener Nagelhaut, die leider sehr ungepflegt aussieht. 

Noch mehr Nagelpflege: Die besten Tipps für schöne FingernägelGel-Nägel und wie wir unsere Nägel lackieren findest du hier.