Jérôme Boateng: Ermittlungsverfahren gegen Ex-Bayern-Star eingestellt
Nach vielen Jahren hat die Staatsanwaltschaft München I ihre Ermittlungen gegen Fußballstar Jérôme Boateng eingestellt.

Nach vielen Jahren hat die Staatsanwaltschaft München I ihre Ermittlungen gegen Fußballstar Jérôme Boateng eingestellt.
Das Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Nationalspieler und Fußballweltmeister Jérôme Boateng (36) ist eingestellt. Die Staatsanwaltschaft München I hatte wegen Körperverletzung, Nötigung und Verleumdung gegen Boateng ermittelt, doch die Ermittlungen nun nach dem Grundsatz "im Zweifel für den Angeklagten" eingestellt. Das hat die zuständige Staatsanwaltschaft der Nachrichtenagentur spot on news bestätigt.
"Zusammenfassend wurde die Einstellung damit begründet, dass die Geschädigte selbst als Zeugin nicht mehr zur Verfügung steht und die auf Fotos und im Obduktionsbericht der Staatsanwaltschaft Berlin dokumentierten Verletzungen für sich genommen für einen Tatnachweis nicht ausreichen, weil sie keinen Beleg für die Entstehung der Verletzungen darstellen", heißt es in der Mitteilung zur Erläuterung. Demzufolge sei das Ermittlungsverfahren "nach abschließender Gesamtwürdigung aller Tatsachen und Beweisergebnisse nach dem Grundsatz 'in dubio pro reo' einzustellen".
Gegenstand der Ermittlungen waren mutmaßliche Vorfälle in München und Berlin, bei denen Boateng seiner ehemaligen Partnerin Kasia Lenhardt (1995-2021) gegenüber gewalttätig geworden sein soll. Lenhardt hatte sich 2021 in Berlin das Leben genommen. Das zu diesem Zeitpunkt vorläufig eingestellte Verfahren hatte die Münchner Behörde im Anschluss wieder aufgenommen.
Neue Zeugin ist abgetaucht
Die Staatsanwaltschaft München I teilt zudem mit, dass eine Zeugin, die sich im Januar 2025 gemeldet hatte und erklärt hatte, zu einer Vernehmung bereit zu sein, zum vereinbarten Vernehmungstermin Ende Februar 2025 "unentschuldigt nicht" erschienen sei. Für die Ermittlungsbehörden sei die Frau nun nicht mehr erreichbar.
Die Beziehung von Ex-Bayern-Star Boateng und Lenhardt, einer Finalistin der Castingshow "Germany's next Topmodel", hatte für Schlagzeilen gesorgt. Besonders ein Interview des Fußballstars kurz vor dem Tod des Models, in dem er schwere Vorwürfe gegen sie erhoben hatte, beschäftigte die Justiz sowie zahlreichen Medien.
Hilfe bei Depressionen und Suizidgedanken bietet die Telefonseelsorge unter der kostenlosen Rufnummer: 0800/111 0 111