Hitlerisiert | „Hitler übersetzen“ von Olivier Mannioni: Sümpfe von Hass, Missgunst und Groll

Der Übersetzer von „Mein Kampf“ ins Französische, Olivier Mannoni, blickt in seinem Essay zurück auf eine belastende Zeit. Mannoni analysiert mit genauem Blick die Sprachpolitik der Faschisten und spricht über ihr toxisches Nachleben Vor mehr als zehn Jahren erschien Timur Vermes’ Satire Er ist wieder da, in der Adolf Hitler mitten in Berlin auftaucht und als TV-Demagoge die Gegenwart auf den Kopf stellt. Die später verfilmte Farce fällt einem auf den ersten Seiten von Olivier Mannonis Essay Hitler übersetzen ein, weil dort erst ein gegenteiliges Szenario in Erinnerung gerufen wird. „In unserem Büro hat sich etwas verändert. Es ist etwas verschwunden, doch unmöglich zu wissen, was. Ich brauche ein paar Minuten, um es herauszufinden: ‚Er‘ ist nicht mehr da. Oder genauer: Er kehrt mir buchstäblich den Rücken zu. Weil meine Frau seine Anwesenheit nicht mehr erträgt, hat sie die Bücher, auf denen sein Name in fetten Druckbuchstaben steht, so gestelltLesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag.

Mär 31, 2025 - 14:59
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Hitlerisiert | „Hitler übersetzen“ von Olivier Mannioni: Sümpfe von Hass, Missgunst und Groll
Der Übersetzer von „Mein Kampf“ ins Französische, Olivier Mannoni, blickt in seinem Essay zurück auf eine belastende Zeit. Mannoni analysiert mit genauem Blick die Sprachpolitik der Faschisten und spricht über ihr toxisches Nachleben
„Hitler übersetzen“ von Olivier Mannioni: Sümpfe von Hass, Missgunst und Groll

Vor mehr als zehn Jahren erschien Timur Vermes’ Satire Er ist wieder da, in der Adolf Hitler mitten in Berlin auftaucht und als TV-Demagoge die Gegenwart auf den Kopf stellt. Die später verfilmte Farce fällt einem auf den ersten Seiten von Olivier Mannonis Essay Hitler übersetzen ein, weil dort erst ein gegenteiliges Szenario in Erinnerung gerufen wird. „In unserem Büro hat sich etwas verändert. Es ist etwas verschwunden, doch unmöglich zu wissen, was. Ich brauche ein paar Minuten, um es herauszufinden: ‚Er‘ ist nicht mehr da. Oder genauer: Er kehrt mir buchstäblich den Rücken zu. Weil meine Frau seine Anwesenheit nicht mehr erträgt, hat sie die Bücher, auf denen sein Name in fetten Druckbuchstaben steht, so gestellt

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