Bewertung: Lufthansa First Class Lounge München (Satelliten-Terminal)

Auf meiner Reise in der Lufthansa Allegris First Class nach New York konnte ich im Vorhinein auch die Lufthansa First Class Lounge im Satelliten-Terminal des Münchner Flughafens besuchen und testen. Dabei hatte ich sowohl vor meinem Abflug nach New York Zutritt, als auch nach meiner Ankunft aus der Stadt, die niemals schläft. In diesem Review […]

Feb 22, 2025 - 15:48
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Bewertung: Lufthansa First Class Lounge München (Satelliten-Terminal)
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Auf meiner Reise in der Lufthansa Allegris First Class nach New York konnte ich im Vorhinein auch die Lufthansa First Class Lounge im Satelliten-Terminal des Münchner Flughafens besuchen und testen. Dabei hatte ich sowohl vor meinem Abflug nach New York Zutritt, als auch nach meiner Ankunft aus der Stadt, die niemals schläft.

In diesem Review einer der beiden Lufthansa First Class Lounges am Flughafen München zeigen wir euch, was ihr erwarten könnt und welche Annehmlichkeiten die Lounge für ihre Gäste bereithält.

Info

Im Sinne der Transparenz: Die Besuche der Lufthansa First Class Lounge im Münchner Satelliten-Terminal fanden im Rahmen der Allegris First Class Reise nach New York statt. Hierbei wurde der Zugang zur First Class Lounge auf dem Hinflug, wo er nicht Bestandteil des Tickets war, von der Lufthansa zur Verfügung gestellt. Darüber war nur die Loungeleitung und nicht die restlichen Mitarbeiter informiert. Wir konnten keine extra Behandlung im Vergleich zu den anderen Gästen der Lounge feststellen.

Auf dem Rückflug in der Suite Plus von New York nach München war der Zugang dann ohne extra Regelung, da ich mit einem First Class Ticket in München gelandet war. Auch hier war kein Unterschied zum ersten Aufenthalt zwei Tage zuvor festzustellen.

Standort

In München gibt es zwei Lufthansa First Class Lounges im Terminal 2, zwischen denen man als Zutrittsberechtigter wählen kann. Während meines Besuches wurde eine der beiden First Class Lounges im Terminal 2 (die im Hauptterminal) renoviert, sodass ich von dort mit dem unterirdischen Shuttlezug ins Satelliten-Terminal fahren musste. Dort sind die Lufthansa Lounges deutlich ausgeschildert und befinden sich alle gegenüber des Gates K11 bzw. L11 im Schengen/Non-Schengenbereich.

Lufthansa First Class Lounge München Satellite-Terminal

Der Zugang zur First Class Lounge befindet sich dabei von der Plaza aus kommend hinter dem Zugang zur Business- und Senator Lounge. Wenn man nun den Schildern folgt, kommt man zu zwei Aufzügen. Diese bringen einen in den sechsten Stock des Satelliten-Terminals. Wenn man noch ein paar Kalorien vor dem Flug oder Loungebesuch verbrennen möchte, kann man die zwei Etagen auch per Treppe zurücklegen.

Zugang

Der Zugang zu den Lufthansa-Lounges vor Abflug ist einheitlich geregelt, egal ob in München, Frankfurt oder einer der Außenstationen. So erhält man mit einem Lufthansa oder Swiss First-Class-Ticket in derselben Buchung und am selben Tag Zutritt zu den Lufthansa First-Class-Lounges. Ein First-Class-Ticket eines Star-Alliance-Partners ermöglicht grundsätzlich keinen Zutritt. Einzige Ausnahme sind Air China First Class Gäste, denen der Zugang zu den First Class Lounges in München oder Frankfurt (nicht ins FCT) gestattet wird.

Lufthansa First Class Lounge München Satellite-Terminal

Darüber hinaus haben die treusten Statusgäste der Lufthansa, HON Circle Member, mit einem Ticket der Star Alliance oder Lufthansa Gruppe, egal welcher Reiseklasse, Zugang zur Lufthansa First Class Lounge. Das gilt auch, wenn sie mit einer der genannten Airlines in München ankommen und keinen Weiterflug mehr haben.

Auch First Class Gäste von Lufthansa und Swiss, die am selben Tag mit einem First Class Flug in Frankfurt, München oder Zürich gelandet sind, erhalten Zugang zu der Lufthansa First Class Lounge in München. Für den Loungezugang nach dem Abbringer (hier entweder aus Frankfurt oder Zürich kommend) muss dieser jedoch die gleiche Ticketnummer haben, sprich in derselben Buchung sein, damit man noch in die Lounge kommt.

Ausstattung

Nach Heraustreten aus den Aufzügen wird man von den freundlichen Empfangsmitarbeitern an einem der drei Empfangsschalter empfangen. Dort werden die Zugangsbedingungen überprüft und bei einem Non-Schengen Anschlussflug der Pass abgenommen und zur weiteren Überprüfung in die Lounge-eigene Passkontrolle gebracht. Somit wird im Anschluss keine weitere Zeit für die Ausreise benötigt.

Lufthansa First Class Lounge München Satellite-Terminal

Gegenüber den Empfangsschaltern befindet sich der Schreibtisch für den Chauffeurservice. Diesen kann man in Anspruch nehmen, wenn man einen Abflug von einer Außenposition hat. Auch wird man bei Ankunft an einer Außenposition auch von einem Fahrer abgeholt und zur Lounge gebracht. Zudem befindet sich im Entree auch der Zugang zur Dachterrasse, die während meines Besuches leider geschlossen war. Hinter dem Chauffeurservice-Schreibtisch geht es einen lichtdurchfluteten Gang entlang in den Hauptbereich der Lounge.

Lufthansa First Class Lounge München Satellite-Terminal

Ein wortwörtliches Highlight ist die Aussicht von oben auf das Rollfeld. Dabei ist der Blick durch die Fenster, anders als in den Business- und Senator Lounges in den Etagen darunter, nicht durch eine Folie eingeschränkt. Dies hat den angenehmen Effekt, dass die Lounge deutlich größer und einladender wirkt. Entlang des Ganges befinden sich bereits erste Sitzgelegenheiten sowie eine Kinderspielecke. Dabei wirkt alles sehr geräumig und bedeutend weniger vollgestellt als manch andere Lounges.

Lufthansa First Class Lounge München Satellite-Terminal

Grundsätzlich ist der vordere Teil der Lounge in kleinere Sitzgruppen unterteilt. Diese bestehen zumeist aus klassischen Sesseln und flachen Tischen. Innerhalb dieser Bereiche wurde meines Erachtens leider etwas an Steckdosen gespart, da im Gegensatz zu den einzelnen Sesseln mit Beistelltisch dort nicht an jedem Platz eine (deutsche oder internationale) Steckdose gibt.

Lufthansa First Class Lounge München Satellite-Terminal

Ein weiterer Nachteil der Sitzgruppen ist, dass, wenn die Lounge recht voll ist, man diese mit weiteren Passagieren teilen muss. Grundsätzlich kein zu dramatisches Problem, jedoch nimmt dies einiges des stilvollen und ruhigen Charakters der Lounge. Hinter den normalen Sitzbereichen folgt dann der Restaurantbereich, auf welchen ich unter dem Bereich Essen & Trinken näher eingehen werde.

Arbeitsräume

Auch wenn ich beruflich in der Lounge war, machte ich keinen Nutzen von den insgesamt acht Arbeitsabteilen. Diese sind gegenüber der Sitzbereiche und lassen sich per Glastür schließen. Dabei bieten sie einen so weit zufriedenstellenden Schutz vor neugierigen Blicken, die Sichtschutzfolie könnte meiner Meinung nach jedoch noch etwas höher gehen. Die Kabinen sind jeweils gleich aufgebaut und verfügen über einen breiten Schreibtisch mit Lampe und jeweils zwei Steckdosen mit zusätzlichem USB-A-Anschluss.

Natürlich gibt es auch WLAN, welches einem zum Arbeiten und darüber hinaus in der gesamten Lounge zur Verfügung steht. Dieses wird wie für Lufthansa Lounges üblich durch die Telekom angeboten und war ausreichend schnell, allerdings auch kein absolutes Highspeed-WLAN. Für die allermeisten Zwecke dürfte dies aber reichen.

Ruheräume

Die Lufthansa First Class Lounge im Münchner Satelliten-Terminal verfügt über insgesamt zwei Ruheräume, welche beim Loungepersonal beantragt werden können, solange noch einer frei ist. Dabei handelt es sich um jeweils einen fensterlosen Raum, mit einem Einzelbett. Ich konnte es zeitlich bedingt zwar leider nicht testen, jedoch sah es von außen betrachtet recht komfortabel aus, vielleicht habt ihr da bereits Erfahrungen, die ihr in den Kommentaren teilen könnt.

Neben einer Kommode an der rechten Seite des Zimmers und einer Kofferablage gegenüber dem Bett gibt es noch einen würfelförmigen Nachttisch mit allerlei Kontrolleinheiten und vier verschiedenen Steckdosentypen. Somit sollte hier wohl jeder Passagier die Chance haben, während eines kurzen Schönheitsschlafes seine Geräte aufzuladen. Zusätzlich befinden sich noch Getränke direkt neben dem Bett.

Insgesamt erkennt man deutlich, dass der Ruheraum vordergründig auf Funktionalität ausgelegt sind. So lässt es sich hier potenziell erholsamer schlafen als in denen der Swiss First Class Lounge an den E-Gates in Zürich. Dafür gefielen mir die Ruheräume, die dort einem Hotelzimmer inklusive Bad mit top Aussicht gleichen, insgesamt deutlich besser.

Duschen/Toiletten

Der Sanitärbereich der Lufthansa First Class Lounge im Satelliten-Terminal unterteilt sich in eine allgemeine Toilette für jeweils Herren und Damen und einige Duschräume sowie einen mit Badewanne. Ich konnte logischerweise nur einen Blick auf die Herrentoilette werfen, welche mich so weit überzeugen konnte. So gibt es insgesamt drei abschließbare Kabinen mit jeweils einem Pissoir und einer Toilette. Auch eine Ablage für persönliche Gegenstände befindet sich in diesen Kabinen.

Zum Händewaschen bzw. Abtrocknen gibt es Stoffhandtücher. Ich bin zwar kein großer Freund von getrennten Amateuren für Warm- und Kaltwasser, dies störte mich jedoch nicht so, wie der scheinbar nicht so ganz funktionierende Stöpsel der Waschbecken. Trotzdem war der gesamte öffentliche Sanitärbereich ordentlich und in einem sauberen Zustand.

Lufthansa First Class Lounge München Satellite-Terminal

Zugang zu den Duschräumen erhält man an einem Tresen, ähnlich wie in den Senator und Business-Class Lounges der Lufthansa. Bei meinem Besuch auf dem Hinflug waren alle frei, sodass ich die Wahl hatte. Letztlich entschied ich mich für den Duschraum, der neben der Dusche noch über eine in den Boden eingelassene Badewanne verfügt. Dieser hatte selbstredend auch noch einmal eine eigene Toilette, wie auch in den anderen Duschen.

Lufthansa First Class Lounge München Satellite-Terminal

Im Badezimmer gab es entsprechend zwei große und kleine Handtücher, einen Vorleger sowie verschiedene Amenities, wie gebrandete Cremes und Shampoo. Duschgel hatte man wohl beim Auffüllen vergessen. Nach einem Bad probierte ich auch noch kurz die Dusche aus und war über den anscheinend ebenfalls nicht funktionierenden Ablauf irritiert. Natürlich kann es auch gut sein, dass dieser nach der Reinigung nicht wieder richtig eingelassen worden war, letztlich war er aber nicht in der normalen Position, was doch etwas komisch anmutete.

Im Nachhinein ließ ich mir dann noch am Empfang die klassische Lufthansa First Class Ente geben, die passend zum Umbau der anderen First Class Lounge als Handwerker daher kam.

Extras

Neben den bereits aufgeführten Annehmlichkeiten verfügt die Lufthansa First-Class-Lounge am Flughafen München im Satelliten-Terminal auch über eine Zigarren-Lounge. Im Gegensatz zu früher liegen hier zwar keine Zigarren mehr aus, jedoch kann man es sich hier als Raucher „gut gehen“ lassen.

Lufthansa First Class Lounge München Satellite-Terminal

Aufgrund der Geruchsentwicklung durchs Rauchen fehlt es hier etwas an wohnlichen Gegenständen, wie einem Teppich, das ist jedoch vertretbar, da diese wohl nach kurzer Zeit nicht mehr den gewünschten Effekt erzielen würden. Neben Aschenbechern gibt es noch zahlreiche Flaschen des gleichen Whiskeys (Freud Whisky Distillers Cut), die man sich genehmigen kann. Da die Zigarren Lounge sich jedoch direkt neben der Bar befindet, sollte der Konsum anderer Getränke auch problemlos möglich sein.

Essen & Trinken

Der wohl wichtigste Bereich der Münchner Lufthansa First Class Lounge ist der Restaurantbereich, welcher ungefähr ein Drittel der Sitzmöglichkeiten einnimmt. Hier kann man zwischen zahlreichen Zweiertischen wählen, welche bei Bedarf aber auch zusammengeschoben werden können, um das Speisen in Gruppen zu ermöglichen. Nach jeder Nutzung wurden die Tischdecken gewechselt und die Tische neu eingedeckt.

Einziges Manko hier sind die Stühle, die zwar grundsätzlich bequem sind, jedoch dank der neigbaren Lehnen leicht quietschen. Nicht ideal für die doch ruhige Atmosphäre der Lounge und auf Dauer einfach nervig. Sollte einen das sehr stark stören oder man möchte lieber im restlichen Loungebereich Platz nehmen, kann man sich selbstredend auch dort bedienen und Speisen sowie Getränke servieren lassen.

Frühstück

Dank meines knapp vierstündigen Aufenthaltes in der Lounge konnte ich sowohl die Frühstücks- als auch die Mittags- und Abendessensoptionen testen. Dabei hat man grundsätzlich die Wahl zwischen einem Buffet und einigen à la carte Speisen. Dabei kann man natürlich auch beide Optionen kombinieren, was ich empfehlen würde, da es am Buffet überwiegend kalte Optionen zum Frühstück gäbe.

Lufthansa First Class Lounge München Satellite-Terminal

Diese waren jedoch äußerst reichhaltig und vielfältig. So gab es diverse Brot-, Brötchen- und Brezeloptionen, sowie zahlreiche süße Teigwaren mit einer entsprechenden Auswahl an Konfitüren und weiteren süßen Bestreichoptionen. Natürlich wurde auch eine umfassende Menge an verschiedenen herzhaften Belegoptionen angeboten, sodass hier jeder auf seine Kosten kommen sollte. Weiterhin gab es noch viele Zerealien, Joghurt und Früchte zur Wahl.

Ich entschied mich für einen der frischen Smoothies vom Buffet und orderte mir zwei Spiegeleier mit „Würstel“ und Speck sowie ein Glas Rosé-Champagner. Binnen weniger Minuten erhielt ich das Bestellte, sodass kaum Zeit blieb, um vorher noch weitere Buffetoptionen zu testen.

Lufthansa First Class Lounge München Satellite-Terminal

Zum Zeitpunkt meines Besuches im Januar herrschte das Thema Dry Veganuary, sodass neben den klassischen, vegetarischen und Veganer Gerichten auch einige zusätzliche vegane Speisen angeboten wurden. Dafür gab es eine separate Aktionskarte, welche zusätzlich zur normalen Speisekarte gereicht wurde.

Gerade in Anbetracht der steigenden Relevanz von vegetarischen und veganen Gerichten sowie alkoholfreien Getränken ein Motto, welches mir auch als „Fleischesser“ zusagt. Die gegessenen Speisen waren dabei alle sehr lecker und auf einem sehr guten Niveau. Hätte ich nicht noch einen Langstreckenflug in der First Class vor mir gehabt, hätte ich sowohl beim Frühstück als auch nachfolgenden Mittagessen noch mehr zugeschlagen.

Mittagessen/Dinner

Nach meinem Bad war dann bereits das Mittagsbuffet aufgebaut. Dieses war genauso aufgebaut wie das Frühstücksbuffet zuvor, jedoch mit anderen Speisen. So gab es neben klassischen bayrischen Speisen, wie einem Wurst- oder Krautsalat, selbstredend Brezeln sowie einige weitere Optionen.

Lufthansa First Class Lounge München Satellite-Terminal

Auch warme Speisen werden ab dem Mittag im Buffet angeboten. So gab es neben einer Karotten-Ingwersuppe auch Spätzle mit Zürcher Geschnetzeltem. Dazu eine reduzierte Auswahl an Brot und Brötchen sowie verschiedene kalte Speisen und Antipasti. Darüber hinaus gab es weiterhin die Auswahl an Früchten, sowie kleine Desserts und Kaiserschmarrn mit Apfelmus.

Als Hauptgang zum Mittag entschied ich mich dann für das Wiener Schnitzel mit Preiselbeeren und Kartoffelsalat. Dazu gab es einen French 75 Cocktail mit Champagner, Gin, Zuckersirup und Zitrone sowie ein stilles Wasser. Des Weiteren wurde zum Essen noch Brot mit Butter und Olivenöl serviert. Genauso wie beim Frühstück schmeckte auch hier alles hervorragend und auf Niveau eines guten Restaurants.

Lufthansa First Class Lounge München Satellite-Terminal

Zum Mittagessen hat man eine deutlich größere Auswahl an Speisen im Vergleich zum Frühstück. Allerdings gab es hier „nur“ die klassischen vegetarischen und veganen Optionen und keine extra Karte. Leider konnte ich von dieser nichts weiter testen, da ich vom Frühstück noch gesättigt war und Platz für den kommenden Flug lassen wollte. Über das Schnitzel hinaus gab es jedoch noch einige Optionen, die mich angelacht haben, sodass ich auch bei regelmäßigen Besuchen (die Karte wird monatlich geändert) der First Class Lounge auf meine Kosten kommen würde.

Snacks

Neben den Speiseoptionen im Restaurantbereich gibt es, verteilt in der ganzen Lounge, noch kleine Snacks, an denen man sich jederzeit selbst bedienen kann. Darüber hinaus kann man auch in den Sitzbereichen jederzeit etwas zu trinken oder auch Essen ordern, was ich direkt zu Beginn meines Aufenthaltes tat. So nahm ich mir ein paar Pralinen, die sehr lecker schmeckten, und ließ mir ein stilles Wasser und einen Cappuccino bringen.

Lufthansa First Class Lounge München Satellite-Terminal

Auf den Tischen im Sitzbereich gibt es zudem noch einige Früchte, die zwar schön anzusehen, doch wohl weniger zum Essen waren. Bei anderen Sitzgelegenheiten liegen noch weitere Süßigkeiten oder auch Tees für den Self-Service aus. Grundsätzlich eine nette Idee, jedoch insofern nicht ideal, als man beim Nehmen dieser teilweise recht nah an andere Gäste kommt und diese im Zweifel in ihrer Privatsphäre stört.

Getränke

Natürlich bietet die Lufthansa First Class Lounge im Münchner Satellite-Terminal auch eine Bar an, an der man entweder direkt Getränke bestellen kann oder an der die beim Servicepersonal georderten Getränke zubereitet werden. Diese befindet sich im Restaurantbereich zwischen Buffet und Zigarren-Lounge und bietet theoretisch die Option, sich auch dort niederzulassen.

Lufthansa First Class Lounge München Satellite-Terminal

Selbstredend gibt es eine große Auswahl an verschiedensten Alkoholika, welche präsentiert werden. Neben den Getränken an der Bar gibt es zudem auch einige ausgewählte Getränke am Buffet. Während meines Aufenthaltes wurden aufs Motto bezogen, primär alkoholfreie Sekte und Weine angeboten. Auch gab es vor den Arbeitskabinen noch eine Teebar, wo man sich seinen individuellen Tee zusammenstellen konnte. Ob dies dauerhaft angeboten wird oder auch zu den Aktionsprodukten gehört, kann ich leider nicht sagen.

Insgesamt ist die Auswahl an Getränken riesig. Dank der gut bestückten Bar können auch individuelle Wünsche umgesetzt werden, welche so nicht auf der Karte stehen. Klar würde es bei der Getränkeauswahl auch hier nochmals exklusiver gehen, jedoch war ich mit dem hier gebotenen mehr als zufrieden.

Service

Ein letzter, aber nicht zu vernachlässigender Punkt ist der Service in der Lufthansa First Class Lounge im Münchner Satelliten-Terminal. So wurde ich direkt zu Beginn sehr freundlich begrüßt und mir nach dem „Check-in“ die Lounge gezeigt. Ich hatte mich noch nicht einmal hingesetzt, da wurde ich auch schon von einer der Kellnerinnen gefragt, ob ich etwas essen oder trinken möchte.

Lufthansa First Class Lounge München Satellite-Terminal

Diese Proaktivität zog sich durch beide meiner Aufenthalte in der Lounge. Ich fühlte mich zu jedem Zeitpunkt umsorgt und es blieben keine Wünsche offen. Wenn ich etwas orderte, dann war dies binnen von wenigen Minuten bei mir. Neutral möchte ich an dieser Stelle einmal erwähnen, dass ich, anders als in anderen First Class Lounges üblich, während meiner Aufenthalte nicht dauerhaft mit dem Namen angesprochen wurde. Persönlich habe ich damit allerdings weniger ein Problem und finde es so diskreter. Lediglich könnte das Personal bei den Duschräumen noch etwas freundlicher und proaktiver sein.

Lufthansa First Class Lounge München Satellite-Terminal

Einen Serviceaspekt, den ich leider nicht testen konnte, da meine Flüge direkt von einem Gate abgingen, ist der Chauffeurservice zur Außenposition. Auch bei Ankunft an einer Vorfeldposition hätte man von diesem Service profitieren können. Positiv ist letztlich noch zu erwähnen, dass ich problemlos meinen Rückflug in der Lounge umbuchen konnte. Ob es am Ticket, am Status oder dem generellen Service liegt, lässt sich jedoch nicht genau sagen.

Fazit

Lufthansa First Class Lounge München Satelliten-Terminal
  • Komfort & Ausstattung
  • Essen & Trinken
  • Service
  • Extras
4.65
Fazit

Insgesamt war ich sehr zufrieden mit meinen Besuchen in der Lufthansa First Class Lounge im Münchner Satelliten-Terminal. Auch wenn (bzw. weil) es nicht das First Class Terminal ist, hat man hier eine hervorragende Aussicht bei top Service. Die Duschräume sind ausreichend groß und hygienisch sauber, und auch die sonstige Ausstattung weist kaum Schwächen auf.

Eine Raucherlounge braucht es meiner Meinung nach nicht und die Terrasse konnte ich bedauerlicherweise nicht ausprobieren, das tat dem komfortablen Aufenthalt jedoch keinen Abbruch. Am Ende war es die Kombination aus Service und dem leckeren, vielfältigen Essen, die mich mit Vorfreude auf meinen nächsten Besuch warten lassen.