Bedient sich Trump zukünftig an meinen US-Aktien, um Amerika stark zu machen?
Trumps wirtschaftspolitische Pläne könnten ausländische Investoren treffen – sind US-Aktien noch investierbar? Der Artikel Bedient sich Trump zukünftig an meinen US-Aktien, um Amerika stark zu machen? ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.

Donald Trump wurde wiedergewählt. Und mit ihm eine Politik, die desaströser nicht sein könnte. Zumindest drängt sich dieser Eindruck auf, wenn man die Taten der letzten Wochen seit seiner Amtseinführung betrachtet.
Sie zielen darauf ab, gemäß Wahlversprechen, die US-Wirtschaft durch verschiedene Maßnahmen wie Steuererleichterungen, Deregulierung, Zölle oder die Förderung von Schlüsseltechnologien zu stärken.
Make America Great Again – and you poor again
Make America Great Again lautet das Motto. Schon in seiner ersten Legislaturperiode zog der Slogan. Und auch im letzten Wahlkampf.
Doch was er für Nichtamerikaner bedeutet, mag nicht besonders gut sein. Wir werden es spätestens in ein paar Jahren wirklich merken. Auch die Ökonomen sind sich noch nicht ganz einig. Aber eines ist klar: Besser wird es für niemanden.
Zwar könnten einige zentrale Maßnahmen der Trump-Politik, wie die Senkung der Unternehmenssteuern auf 15 Prozent für regional produzierende Unternehmen, die Investitionstätigkeit ankurbeln. Steuersenkungen führen kurzfristig zu hohen Unternehmensgewinnen und damit zu potenziell steigenden Aktienkursen.
Genau das feierte die Börse nach Trumps Wiederwahl. Ebenso, dass er für Deregulierung steht und den Banken bessere Geschäfte verspricht. Mehr Fusionen und Übernahmen, mehr Wachstum.
Doch als er mit den Zöllen anfing, begann die Unsicherheit und der Wahnsinn. Sie schränken den freien Handel und damit den Wohlstand der Nationen ein. Spätestens seit David Ricardo wissen wir das.
Dabei müssen die Amerikaner die Zölle am Ende über höhere Preise selbst bezahlen. Und nicht nur das: Zölle kosten Wachstum, und zwar nicht nur für das Ausland, sondern für alle Beteiligten – auch die USA.
Dabei sollten die Amerikaner froh sein, dass sie in der Vergangenheit ihr eigenes Land nicht mit der Produktion von Gütern und Waren verschmutzen. Bisher mussten sie dafür nicht einmal arbeiten, die Waren und Rohstoffe kamen aus dem Ausland, im Gegenzug dafür gab es US-Staatsanleihen. Also Papier, das nur aufgrund des starken US-Dollars etwas wert ist.
Ein Systemwechsel durch Trump?
Was mich aber wirklich nachdenklich gemacht hat, ist die Tatsache, dass die Trump-Administration nach langen Drohungen mit einem Nato-Beitritt nun in der Ukraine ernst macht. Hier ist ganz klar eine Machtverschiebung zu erkennen und Europa zählt als Partner nicht mehr so wie früher.
Wie hemmungslos vorgegangen wird, zeigt auch das von der Trump-Administration vorgeschlagene wirtschaftspolitische Konzept “Mar-a-Lago Accord”, das eine systematische Abwertung des US-Dollars und die Enteignung ausländischer Investoren vorsieht.
Spinnt man einen Schritt weiter, könnte es auch für ausländische Aktionäre von US-Unternehmen eng werden. Man denke nur an die US-Quellensteuer auf Dividenden, die ebenfalls neu verhandelt werden könnte – natürlich zugunsten der USA.
Zwar gibt es derzeit keine konkreten Anzeichen dafür, aber bei der derzeitigen extrem protektionistischen Ausrichtung des Landes und der Tatsache, dass der Wahnsinn der Trump-Administration gerade erst begonnen hat, könnte ich mir auch das langfristig vorstellen.
Die zentrale Frage lautet: Sind US-Aktien überhaupt noch investierbar? Nach kurzer Überlegung komme ich zum Schluss: Auch wenn die Quellensteuer steigen sollte, bleiben viele US-Unternehmen attraktiv, weil es sich um Qualitätsaktien mit tiefem Burggraben und langfristigem Wachstumspotenzial handelt. Hier liegt der Gewinn im langfristigen Kursanstieg. Und langfristig sollte auch wieder eine andere Regierung das Land führen.
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