Villeroy & Boch ViClean-I 200: Dieser Testbericht ist für deinen Popo
Anzeige. Heute geht es ans Eingemachte, denn ich möchte euch mein neues Dusch-WC Villeroy & Boch ViClean-I 200 näher bringen. Das Thema Toilette und Stuhlgang ist jetzt kein appetitliches Thema, doch es betrifft uns alle. Denn wir verbringen ziemlich viel Zeit auf dem Bottich und ich habe jetzt ein absolutes Premium-Upgrade gemacht. Villeroy & Boch […] Der Beitrag Villeroy & Boch ViClean-I 200: Dieser Testbericht ist für deinen Popo erschien zuerst auf appgefahren.de.

Anzeige. Heute geht es ans Eingemachte, denn ich möchte euch mein neues Dusch-WC Villeroy & Boch ViClean-I 200 näher bringen. Das Thema Toilette und Stuhlgang ist jetzt kein appetitliches Thema, doch es betrifft uns alle. Denn wir verbringen ziemlich viel Zeit auf dem Bottich und ich habe jetzt ein absolutes Premium-Upgrade gemacht. Villeroy & Boch hat mir das Dusch-WC freundlicherweise zur Verfügung gestellt und während es fast ein Jahr ungenutzt in der Garage stand, kommt es seit ein paar Monaten aktiv zum Einsatz – unser Badezimmer im kernsanierten Haus ist nämlich fertig, zumindest in großen Teilen.
Wir wissen alle, dass Deutschland das Land des Toilettenpapiers ist. Während die Italiener in der Corona-Pandemie Wein gehamstert haben, war bei uns Toilettenpapier mehr wert als Gold. Die seidenweichen Blätter waren zeitweise restlos ausverkauft und lange Zeit sehr schlecht lieferbar. Hat jemand eine frische Palette Toilettenpapier gesichtet, hat sich die Nachricht wie ein Lauffeuer verbreitet und das Papier war nach kürzester Zeit wieder vergriffen. Zum Glück sind diese Zeiten vorbei.

Für mich hätte damals ein Dusch-WC deutlich weniger Stress bedeutet, denn die Verwendung von Toilettenpapier bei solch einer Toilette begrenzt sich auf ein Minimum – wer möchte, kann den Einsatz sogar ganz vermeiden. Nachdem ich jetzt doch etwas weiter ausgeholt habe, möchte ich meine Erfahrungen mit dem Villeroy & Boch ViClean-I 200 mit euch teilen.
Die Installation
Nachdem alle Leitungen neu gemacht wurden und der WC-Kasten mit Gipskarton und Fliesen verkleidet wurde, konnten wir endlich das neue WC anschließen. Und das haben wir in Eigenregie gemacht, denn Hexenwerk ist das nicht. Der Karton ist so gefertigt, dass er als Montageunterlage fungiert, sodass man die Toilette bis an die Löcher schieben kann, um den Kraftaufwand möglichst gering zu halten. Nachdem man die Rohre für Abwasser und Frischwasser auf die entsprechende Länge gekürzt und die Montagestange montiert hat, kann man das WC einhängen und festschrauben. Mit entsprechendem Gleitmittel für Rohre rutschen diese auch butterweich in ihre Gegenstücke im WC-Kasten.
Das vorbereitete Stromkabel wird an der entsprechenden Klemme aufgelegt, was man generell von einem Elektriker machen lassen sollte. Wenn wir ehrlich sind, ruft aber niemand für solche Arbeiten einen Elektriker, um drei Adern entsprechend der Farbe korrekt zu verbinden. Das Flex-Rohr für den Wasseranschluss schraubt man am WC und im WC-Kasten fest an.
Warum überhaupt ein Dusch-WC?
Ich habe oben ja schon angemerkt, dass wir hier in Deutschland auf Toilettenpapier setzen. In anderen Ländern ist die Reinigung mit fließendem Wasser Standard und für uns oftmals gewöhnungsbedürftig, da wir es nunmal anders machen. Aber die Reingung des Popos nach dem Stuhlgang mit laufendem Wasser hat im Gegensatz zum Putzen mit Papier nur Vorteile.
Ich hole hier gerne noch einmal kurz aus, denn mein Sohn ist zwei Jahre alt und setzt noch auf Windeln. Schon als Baby haben wir den Popo unseres Sohnes immer mit Tüchern und Wasser gereinigt. Heute nutzen wir die Badewanne und werden die Reste nach dem Stuhlgang mit fließendem Wasser los. Gründlicher geht es wirklich nicht.
Und genau so sieht es bei uns doch auch aus. Kaum einer spricht darüber, aber putzt man sich den Popo mit Papier ab, bleibt irgendwie immer ein Rest übrig. Das kratzt dann irgendwann und spätestens am Abend oder am Morgen, wenn man sich der Unterhose entledigt, sieht man, dass der Popo gar nicht mal so sauber war.
Und hier spielt das Villeroy & Boch ViClean-I200 Dusch-WC seine Stärken aus. Aufgrund der vielen Technik ist das WC an sich etwas größer und ragt ein wenig weiter in den Raum als bei einer herkömmlichen Toilette. Das finde ich nicht störend und generell ist die Optik der Toilette klassisch und gut. Lediglich die Tatsache, dass unterhalb eine Halbguckel zu sehen ist, stört das Gesamtbild ein wenig, aber der Platzbedarf des WCs ist so stark ausgeklügelt, dass wohl keine andere Option möglich war.
Das erste Mal
Mein erstes Mal kurz zusammenfasst: Uh, oh, ahh. Natürlich ist es sehr ungewohnt, wenn ein plötzlicher Wasserstrahl den Hintern reinigt. Doch man gewöhnt sich schnell daran, wobei der erste Moment immer etwas „unangenehm“ ist. Da man sich ja aktiv dafür entscheidet, kann man sich aber innerlich auf den Wasserstrahl vorbereiten.
Das Modul fährt aus dem hinteren Teil des WCs raus und schießt dann das Wasser Richtung Po. Ich mache es immer so, dass ich meinen Hintern leicht nach vorne, hinten, rechts und links bewege, um eine gründliche Reinigung sicherzustellen. Doch das Villeroy & Boch ViClean-I200 ist mit smarter Technik vollgestopft und es gibt sogar verschiedene Programme für die Dusch-Funktion.
Über die Fernbedienung gibt es je ein Programm für Mann und Frau, die übrigens nur aktiviert werden können, wenn der Sensor auf dem WC-Sitz eine Person erkennt. Gut, man kann auch schummeln und den Sensor mit der Hand abdecken, aber man will ja keine Fontäne aus der Kloschüssel schleudern und alles nass machen.
Nachdem man die Dusch-Funktion gestartet hat, fährt der Arm aus und die Reingung startet. Wenn man jetzt noch einmal auf die Taste drückt, wechslet man in den Modus „Harmonic Wave“, damit der Duschkopf eine oszillierende und rotierende Bewegung macht, damit man seinen Po nicht selbst über den WC-Sitz schieben muss. Mit einem weiteren Klick startet man eine pulsierende Massage mit Intervallspülung. Ich nutze meistens den Standardmodus, wobei die Harmonic Wave auf jeden Fall zu begrüßen ist.
Nach 2 Minuten duschen stoppt die Dusch-Funktion automatisch, allerdings kann man jederzeit mit einem Klick auf den Stopp-Knopf die aktuelle Sitzung beenden. Ist man der Meinung alle Reste sind entfernt und man hat sich genug den Popo kärchern lassen, kann man die Dusche manuell beenden.
Natürlich hat man jetzt seinen Po ordentlich nass gemacht. Entweder man greift jetzt zum Toilettenpapier und trocknet so den Po oder man verwendet kleine Handtücher. Da muss man abwägen: Sind doch noch Rest verblieben, ist das Abtrocknen mit einem Handtuch nicht so hygienisch, da die Reste dann im Handtuch bleiben. Das Trocknen mit Toilettenpapier ist eigentlich kontraproduktiv, denn Toilettenpapier ist so hergestellt, dass es sich bei Kontakt mit Wasser auflöst.
Für dieses Problem bietet das Villeroy & Boch ViClean-I200 einen Föhn. Nachdem man sich nass gemacht hat, kann man einen Fön starten. Ein warmer Luftstrom wird in Richtung Po befördert, allerdings muss man schon ziemlich lange sitzen bleiben, wenn man den Po nur mit dem Föhn trocknen will.
Lady-Duschfunktion

Für die Lady-Dusche gibt es zusätzliche Düsen, die noch einmal weiter vorne angebracht sind. Diese sind besonders dann praktisch, wenn man zum Beispiel gerade mit der Periode kämpft und auch im Intimbereich mit Wasser spülen möchte.
Wasserstärke und Temperatur lassen sich einstellen
Ihr könnt vorab einstellen, wie warm das Wasser und wie warm der Luftstrom sein soll. Hier muss man einfach ausprobieren, wobei ihr für die beiden Programme andere Einstellungen vornehmen könnt. Das geht wunderbar einfach über die Fernbedienung, kann aber auch per App erfolgen – dazu gleich mehr.
Darüber hinaus gibt es sogar eine Sitzheizung. Ihr könnt den WC-Sitz vorwärmen, damit schon beim ersten Kontakt eine wohlige Wärme da ist. Im Winter ist das eine feine Sache, allerdings ist die Sitzheizung immer an, wenn die Funktion aktiviert ist. Im Eco-Modus wechselt die Sitzheizung aber in den Standby, wenn keine Person über den Sensor erkannt wird. Sobald ein „Popo“ erkannt wird, heizt die Heizung noch einmal auf. Sehr angenehm.
Alles wird etwas nass

Der Wasserstrahl soll natürlich den Po reinigen, allerdings geht immer etwas daneben. Es spritzt zwar nichts heraus, jedoch bekommt die Klobrille, vor allem im hinteren Teil, immer Wasser ab. Hier muss man manuell nachwischen, was ich am Ende immer mit einem Stück Toilettenpapier mache.
Villeroy & Boch ViClean-I200 per App steuern
Während die Fernbedienung zur schnellen Steuerung verwendet werden kann, lässt sich das Villeroy & Boch ViClean-I200 auch per App verbinden. Hier kann man unter anderem Profile mit eigenen Einstellungen anlegen, was noch einmal komfortabler ist, da man die Position einfach über einen Schieberegler verstellen kann. Gleiches gilt auch für die Wasserstärke, Temperatur und Co.
Im Alltag verwende ich zu 99 Prozent nur die Fernbedienung, da ich mein iPhone auf dem Klo nicht immer griffbereit habe. Ohnehin geht es über die Fernbedienung schneller. Sind alle Einstellungen einmal hinterlegt, muss man die App nur noch selten aufrufen.
Manuelle Reinigung
Über die App kann man den Duschkopf und den Föhn herausfahren, um diese manuell reinigen zu können. Das ist auch notwendig, vor allem beim Duschkopf. Wenn man das Klo putzt, sollte man auch die manuelle Reinigung der Düsen und des ausfahrbaren Arms in Angriff nehmen.
CeramicPlus ist eine schmutzabweisende Oberfläche
Für Sanitärkeramik gibt es mit CeramicPlus eine schmutzabweisende Oberfläche, die dafür sorgt, dass Wasser abperlt. Das ist vergleichbar mit der Auto-Windschutzscheibe, nachdem man in der Waschanlage war und auch das Pflegeprogramm mit Wachs gewählt hat. Die zusätzliche Beschichtung erleichtert die Reingung und sorgt dafür, dass Tropfen sofort zu Wassperlenen zusammenfließen und dann mit dem darin gelösten Schmutz und Kalk einfach ablaufen. Das ist beim WC toll, noch genialer finde ich die Beschichtung bei unserem Waschtisch, der auch von V&B ist.
Nie mehr ohne
Ich frage mich, wieso ich so lange ohne Dusch-WC leben konnte. Das lag natürlich auch daran, dass man in einer Mietwohnung bei der WC-Auswahl kein Mitspracherecht hat und damit Vorlieb nehmen muss, was verbaut wurde. Da wir unser Bad von Grund auf neugestaltet haben, habe ich ein Dusch-WC fest eingeplant.
Fazit und Preis
Ich bin immer noch beeindruckt, wie viel Technik in eine Toilette passt. Viel Platz gibt es da nämlich nicht. Das Design gefällt mir und die Reinigung nach dem Stuhlgang mit Wasser ist total hygienisch.
Wenn man sich für das Villeroy & Boch ViClean-I200 entscheidet, muss man auch sein Budget planen. Das Premium Dusch-WC von Villeroy & Boch gibt es ab circa 2.300 Euro. Das ist richtig viel Geld, allerdings muss man den Preis am Ende des Tages runter brechen, denn normalweise nutzt man solch ein Klo sein Leben lang.
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