News: Bundesliga, Marco Reus, Millie Turner
Nico Schlotterbeck kann einfach alles. Jetzt schlägt er sogar punktgenaue Ecken. Inspiriert von Holger Badstuber. Das und mehr in den Themen des Tages.

Dortmund schlägt Mainz
Vor der Saison erklärte Nuri Sahin, dass er den „verrückten Schlotterbeck“ zum dritten Kapitän des BVB ernannt habe – ein Spieler, „der sich um nichts scheißt“ und einer, der noch gar nicht wisse, wie gut er wirklich ist. Spätestens nach dem 3:1-Sieg gegen Mainz, dürfte auch der Letzte verstanden haben, was Sahin dazu bewogen hat – und wie gut dieser Verrückte tatsächlich ist. Zum ersten Mal in der Bundesliga trat Innenverteidiger Schlotterbeck die Eckstöße und sorgte auf der Tribüne und im Mainzer Abwehrverbund für um sich greifende Verwirrung. Gleich zweimal setzte er den ruhenden Ball so punktgenau, dass er zu Toren führte. Erst durch Emre Can, dann durch Maxi Beier. Eine schöne, kleine Absonderlichkeit in einer manchmal etwas konformen Fußballwelt. Wie der Stürmer mit der Nummer zwei. Der Verteidiger, der den Abschlag für den Torhüter ausführt. Oder eben ein schlaksiger Nico Schlotterbeck, der plötzlich Eckbälle mit so viel Verve in den Sechzehner schlägt, dass es David Beckham eine Träne der Rührung in die Augen getrieben hätte.
Aber nicht Beckham hatte den Anstoß zur Idee gegeben, wie der Eckenspezi nach dem Spiel am Mikrofon erklärte. „Der Trainer hat gesagt, dass bei Bayern München auch mal ein Linksfuß Innenverteidiger gespielt hat - Holger Badstuber – und der hat auch die Ecken geschlagen.“ Zwar seien einige Mitspieler skeptisch gewesen im Training unter der Woche und hätten gesagt: „Er ist kein Badstuber.“ Doch Kovac ließ sich von seinem Plan nicht mehr abbringen. „Dann habe ich gesagt: 'Das werden wir schon sehen.'“ Nun steht der BVB auf Platz zehn der Tabelle, die Europapokalplätze sind noch vier Punkte entfernt. Ob Kovacs Mannschaft nun endlich in die großen Wiedergutmachungswochen startet oder das nächste Erfolgserlebnis wieder verpufft? Das werden wir schon sehen.
Ein Hund im Büro
Häufig schütteln Spielerinnen und Spieler auf Fotos nach Vertragsunterzeichnung nur leicht angewidert die klebrigen Geschäftsführerfoten. Manchmal sitzt ein breit grinsender Berater daneben und freut sich einen Keks, wenn ein Klient widerwillig die Signatur unter ein neues Arbeitspapier setzt, mit dem auf Jahre der Bankplatz zementiert ist. Und dann gibt es noch „Pongo“, der zur Vertragsunterzeichnung sein Frauchen Millie Turner mitbrachte. Die Gehaltsverhandlungen mit Uniteds Verantwortlichen hat der blutrünstige Saurüde übrigens ganz allein ausgehandelt.
Marco Reus und die große Freiheit
Obwohl man sich in Los Angeles sehr schnell verlieren kann, weil diese Stadt kein Anfang und kein Ende zu haben scheint, kennt man sie. Jedenfalls fühlt es sich so an – auch wenn man zuvor nie dort gewesen ist. Vielleicht weil Weil Hank Moody hier seinen ramponierten Porsche 911 durch die Straßen kurvte, der „Dude“ bei Nacht über die Stadt flog oder Marissa und Ryan in „O.C, California“ durch ihr Leben und die Straßen an der kalifornischen Küste dümpeln. Andersherum verhält es sich mit Marco Reus. Der war immer irgendwie da und blieb doch meist ein Mysterium. Mit 35 Jahren ist er nun zum ersten Mal von zu Hause weg. Und dann gleich 9000 Kilometer entfernt. „Weil ich mich zum ersten Mal nicht für die Karriere, sondern für mein Leben entschieden habe“, sagt er. Wir haben ihn ein Wochenende lang begleitet, mit ihm über Heimat gesprochen, seine Freundschaft zu Mario Götze, perfekte Schüsse von Juan Arango und wie er eigentlich Erfolg definiert. Die Geschichte lest ihr hier:
Zu Besuch bei Marco Reus in LA:
Der Junge muss an die frische Luft
Steigt der HSV auf?
0:0 zu Hause gegen Elversberg. Tabellenführung abgegeben. Wir wollen von euch wissen: Steigt der Hamburger SV dieses Jahr tatsächlich auf? Oder vergeigen sie es wieder mal auf eine Art und Weise, wie es nur ein Verein schafft, der die Genese von den Unabsteigbaren zu den Unaufsteigbaren durchgemacht hat? Stimmt ab und erfahrt morgen das Ergebnis an Ort und Stelle.
Hier geht es zur Umfrage:
Steigt der HSV dieses Jahr auf?
Hey, hey Wiki!
Wessen Karriereweg sehen wir hier? Lösungen an newsletter@11freunde.de. Am Freitag hatten wir eine Aufstellung der Bayern gezeigt. Die so und so ähnlich allerdings in mehreren Spielen auf dem Feld stand. Gegen Bremen im DFB-Pokal 2010, gegen Inter im Champions-League-Finale. Wir meinten aber eigentlich das Halbfinalspiel bei Manchester United (Stichwort: „Robbäääään“) und würden das gerne damit begründen, dass Thomas Müller im Spiel im Old Trafford nomineller Zehner war (wie von uns dargestellt), gegen Bremen und Inter aber als hängende Spitze auflief. Macht mit der Information, was ihr wollt. Ihr seid so oder so spitze!
Und heute?
Legt die Füße hoch, schnappt euch ein gutes (oder auch ein schlechtes) Buch und lernt, auch einfach mal die Tage zu genießen, die sich nicht so wichtig nehmen.
Frohen Wochenstart!