Bandai Namco: Über 100 Mitarbeiter verließen vergangenes Jahr das Unternehmen
Der japanische Arbeitsmarkt ist eigentlich für die Loyalität von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bekannt, daher ist es umso verwunderlicher, wenn sich japanische Unternehmen über einen Rückgang der Arbeitskräfte beklagen. Nun wurden Berichte…

Der japanische Arbeitsmarkt ist eigentlich für die Loyalität von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bekannt, daher ist es umso verwunderlicher, wenn sich japanische Unternehmen über einen Rückgang der Arbeitskräfte beklagen. Nun wurden Berichte veröffentlicht, dass 117 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das japanische Studio Bandai Namco verlassen haben sollen. Diese Zahl geht auf die Rentenservice-Datenbank „Automaton“ zurück, zeigt allerdings nicht, wer das Unternehmen im Zeitraum von April 2024 bis Februar 2025 verlassen hat. Aus der Datenbank geht ebenfalls nicht hervor, ob die Arbeitskräfte Bandai Namco freiwillig verlassen haben oder nicht.
Nun kursieren Gerüchte, dass Bandai Namco seine Arbeitskräfte unter Druck gesetzt haben soll, das Unternehmen „freiwillig“ zu verlassen. Die japanische Methode „Oidashi Beya” beschreibt eine Beschäftigungsweise, bei der Japanerinnen und Japaner in Räume ohne bedeutsame Arbeitsaufgaben versetzt werden und sie damit zur freiwilligen Kündigung gebracht werden sollen. Dieser Vorwurf geht auf einen Bericht des Magazins Bloomberg zurück, welcher beschrieb, dass Bandai Namco „ein traditionell japanisches Vorgehen beim Personalabbau“ angewendet haben soll. Dabei sollen „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Räume geschickt werden, in denen sie nichts zu tun haben, und unter Druck gesetzt werden, freiwillig zu gehen.“
Bandai Namco bestritt diese Vorwürfe bei einem Gespräch mit Eurogamer. Dort verrät ein Vertreter von Bandai Namco:
Zitat von Bandai Namco EntertainmentUnsere Entscheidungen, Spiele einzustellen, beruhen auf einer umfassenden Bewertung der Situation. Einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen möglicherweise eine gewisse Zeit warten, bevor sie ihr nächstes Projekt zugewiesen bekommen, aber wir machen mit den Zuweisungen weiter, wenn neue Projekte auftauchen. Es gibt keine Organisation wie 'Oidashi Beya' bei Bandai Namco Studios, die darauf abzielt, Mitarbeiter unter Druck zu setzen, freiwillig zu gehen.
Was glaubt ihr? Wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Verlassen des Unternehmens gedrängt?