Emerging Markets – Fonds und ETFs: jetzt sinnvoll fürs Portfolio?

Emerging Markets – das sind aufstrebende Volkswirtschaften, die rasantes Wachstum versprechen, aber auch die Gefahr bergen, in stürmischen Zeiten ins Straucheln zu geraten. Während der Westen unter den Fesseln von Rezession und Inflation leidet, blühen in Ländern wie Indien, Brasilien oder Indonesien Märkte, die vor Dynamik und Potenzial nur so strotzen. Die Weltordnung verschiebt sich, […] Der Beitrag Emerging Markets – Fonds und ETFs: jetzt sinnvoll fürs Portfolio? erschien zuerst auf ftd.de.

Feb 12, 2025 - 13:43
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Emerging Markets – Fonds und ETFs: jetzt sinnvoll fürs Portfolio?
Majestätisches Mausoleum (KI Foto: freepik, vecstock)

Aktives Management – ​​der Schlüssel im Minenfeld der Risiken (KI Foto: freepik, vecstock)

Emerging Markets – das sind aufstrebende Volkswirtschaften, die rasantes Wachstum versprechen, aber auch die Gefahr bergen, in stürmischen Zeiten ins Straucheln zu geraten. Während der Westen unter den Fesseln von Rezession und Inflation leidet, blühen in Ländern wie Indien, Brasilien oder Indonesien Märkte, die vor Dynamik und Potenzial nur so strotzen.

Die Weltordnung verschiebt sich, die Kapitalströme suchen sich neue Wege. Wer den Mut hat, in Schwellenländer zu investieren, könnte auf Dauer reich belohnt werden. Fonds und ETFs erleichtern den Zugang – doch die richtige Strategie ist entscheidend.

Mögliche Auswirkungen der Trump-Wahl

Die Wiederwahl Donald Trumps wirft Fragen auf: Wie protektionistisch wird seine Handelspolitik sein? Welche Strafzölle drohen? Und was macht die US-Notenbank? Ein starker US-Dollar setzt Schwellenländer unter Druck, denn viele Unternehmen haben sich in der US-Währung verschuldet. Steigt der Dollar weiter, drohen höhere Rückzahlungen – ein potenzieller Dämpfer für Wachstum und Gewinne.

China im Fokus der Unsicherheit

Im Zentrum der Unsicherheit steht vor allem China. Der Anteil der Volksrepublik am MSCI Emerging Markets Index ist auf nur noch 22 Prozent geschrumpft. Regulatorische Eingriffe und geopolitische Spannungen verunsichern die Anleger, die Wirtschaft schwächelt. Dennoch bleibt China eine Größe, an der niemand vorbeikommt. Hier betreiben Giganten wie Alibaba und Tencent den E-Commerce auf Hochtouren, der Trend zum mobilen Bezahlen und der Siegeszug der künstlichen Intelligenz setzen neue Maßstäbe.

Die Deutsche Bank sieht die Zeit für ein Revival chinesischer Aktien gekommen. Die Analysten der Bank gehen davon aus, dass die Anleger schon bald in Scharen zu den Papieren strömen werden. DeepSeek und die Fortschritte bei EV seien der Schlüssel zum Erfolg und könnten den Beginn einer Aktienhausse einläuten.

Emerging Markets: Indien als Gewinner?

Indien hingegen besticht durch einen boomenden Binnenmarkt und einen aufstrebenden Technologiesektor, auch wenn einige Aktienkurse bereits schwindelerregende Höhen erreicht haben. Der Subkontinent etabliert sich als globaler IT-Hub, wo Start-ups in den Bereichen FinTech, Telemedizin und Bildung den Markt revolutionieren.

Dennoch steht das Land im Jahr 2025 vor Herausforderungen. Die Wirtschaft zeige Anzeichen einer Verlangsamung, warnt die Fondsgesellschaft abrdn. Die Aktienmärkte haben in den letzten Monaten stark korrigiert, was zum Teil auf das gedämpfte kurzfristige Gewinnwachstum zurückzuführen ist.

Brasilien und Indonesien hingegen bieten mit günstigen Bewertungen und einem florierenden Konsum echte Schnäppchenchancen – vorausgesetzt, man hat den Mumm, sich auf die wechselhaften Bedingungen einzulassen. In Lateinamerika setzen Unternehmen wie MercadoLibre neue Impulse im Online-Handel. Diese technologischen Fortschritte sind nicht nur Innovationstreiber, sondern verschaffen den Schwellenländern auch einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

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Schwellenländer: Motor des globalen Wachstums

Hinter den Schlagzeilen von Volatilität und Unsicherheit verbirgt sich eine unumstößliche Wahrheit: Die Schwellenländer sind der unangefochtene Wachstumsmotor der Weltwirtschaft. Ihre Dynamik übertrifft die der Industrieländer – vorausgesetzt, man weiß, wohin man schaut. Statt blind den breit gestreuten Indizes zu folgen, lohnt es sich, gezielt jene Unternehmen auszuwählen, die von Megatrends profitieren und sich gegen Dollarschwankungen wappnen.

Aktives Management – ​​der Schlüssel im Minenfeld der Risiken

Wer in diese Märkte investiert, darf sich nicht auf Zufälle verlassen. In einem Umfeld, in dem Chancen und Risiken dicht beieinander liegen, entscheidet aktives Management über Erfolg oder Misserfolg. Nur wer die politischen, wirtschaftlichen und währungsbedingten Entwicklungen bis ins kleinste Detail durchdringt, kann unterbewertete Perlen aufspüren und das Risiko wirkungsvoll dämpfen. Fonds und ETFs bieten hier nicht nur die Möglichkeit, breit zu streuen, sondern auch flexibel auf die unvermeidlichen Turbulenzen zu reagieren.

Spannende Fonds und ETFs für Emerging Markets

Fazit: Wer den Mut hat, wird belohnt

Die Schwellenländer stehen an einem entscheidenden Wendepunkt. Wirtschaftlicher Aufschwung, eine junge und dynamische Bevölkerungsstruktur sowie bahnbrechende technologische Innovationen bilden die Basis für langfristiges Wachstum – auch wenn der starke US-Dollar, hohe US-Zinsen und politische Unsicherheiten derzeit für Gegenwind sorgen.

Klar ist: Schwankungen sind unvermeidlich. Doch gerade in stürmischen Zeiten liegen oft die größten Chancen. Wer antizyklisch agiert und den Mut hat, in diesen turbulenten Gewässern Kurs zu halten, kann sich auf eine ertragreiche Zukunft freuen.

Fonds und ETFs bieten den idealen Zugang, um breit gestreut von der Dynamik der Emerging Markets zu profitieren – denn während am Horizont die Wolken aufziehen, kündigt sich für den mutigen Anleger bereits der sonnige Aufbruch an.

 

Disclaimer:
Keine Anlageberatung. Kein Aufruf zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.

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