Deutschland vs. Italien – Kurt Brummes Radiokommentar zum Jahrhundertspiel: „Karl-Heinz, ich habe gar nichts gesagt"
Im WM-Halbfinale 1970 lieferten sich Deutschland und Italien einen 120-minütigen Kampf, der als „Jahrhundertspiel“ in die Geschichte einging. Und der sonst so distanzierte Kurt Brumme vergaß im Radio jegliche Neutralitätsgebote.

„Hier sind die Rundfunkanstalten der ARD. Wir berichten von der neunten Fußball-Weltmeisterschaft und schalten um nach Mexiko.” „Hier ist das Studio der ARD in Mexiko. Guten Abend meine Damen und Herren in Deutschland. Hallo Baden-Baden. Bitte melden!” „Guten Abend Rolf Gunckel in Mexiko. Seit dem 3:2-Sieg über England fiebern Millionen deutscher Fußballfreunde der Halbfinalbegegnung gegen Europameister Italien entgegen. Ist im Aztekenstadion schon der Anpfiff erfolgt?” „Nein. Soweit ich auf dem Kontrollschirm hier im Studio sehe noch nicht. Aber in wenigen Minuten beginnen die beiden Halbfinalspiele dieser Weltmeisterschaft.” „Guten Abend, Kurt Brumme. Bitte melden!”
3. Minute: „Meine Damen und Herren. Leider ist momentan die Verbindung mit Mexiko gestört. Wir bemühen uns die Verbindung wiederherzustellen. Bis dahin spielen wir etwas Musik.”
5. Minute: „Die Italiener sind aus der Höhe heruntergestiegen.”
7. Minute: 1:0 für Italien: „Einwurf der italienischen Mannschaft. Deutschland muss mit dem neuen Konzept gegen Italien erst einmal fertig werden. Burgnich hat eingeworfen. Zu de Sisti gespielt. De Sisti in die Spitze zu Boninsegna, der sich jetzt genau auf den Mittelpunkt absetzt und 20 Meter vorm deutschen Tor steht. Will nach innen passen, hat jetzt den Ball – schießt! Und Tor!”
12. Minute: [Brumme kramt in der Vergangenheit:] „Unsere Bilanz nach dem Krieg: Zwei Niederlagen gegen Italien, 1:2 jeweils. In Rom und in Stuttgart. Ein Unentschieden, 0:0 in Chile, in Santiago. Und ein 1:1 schließlich noch, in Hamburg. Das ist also die Bilanz der deutschen Mannschaft gegen Italien, gegen die wir, obwohl wir schon sehr lange einen Länderspielverkehr pflegen, nicht allzu oft angetreten sind.”
15. Minute: „[Maier] müsste eben einen Schritt vorgegangen sein. Oder täuschen wir uns hier? [Denkt Brumme vielleicht, er sei bei X-Faktor?] Wir sitzen 30 Meter über dem Spielfeld, und uns ist natürlich jeder Winkel genommen. Wir können gar nicht abschätzen, was hier richtig oder falsch ist.”
22. Minute: [Das Spiel, ein Plätschern, ein Nichts. Das hält Brumme aber nicht davon ab, dieses Nichts detailreich zu schildern:] „Sepp Maier hat den Ball und protestiert. Schiedsrichter Yamasaki prüft ihn auch nach – offenbar zu wenig Luft im Ball und ein neues Leder fliegt jetzt aufs Spielfeld. Bis jetzt war es ein weißer Ball. Nun kommt der schwarz-weiße aufs Spielfeld, den sie ja alle kennen.”
26. Minute: „Wer soll denn diesen Ball erreichen? Und da schimpft jetzt Gerd Müller vorne. Der hat ja schließlich auch keine Rakete unter den Füßen.”
27. Minute: „Mazzola hier, Mazzola da, Mazzola überall und dazwischen Domenghini.”
30. Minute: „Boninsegna ist natürlich wieder an nichts schuld. Er hebt verschwörend die Arme und sagt: Mamma mia!”
33. Minute: [Jetzt zieht Brumme den Stahlhelm auf:] „Angriff der deutschen Mannschaft, mit Grabowski: Schuss gegen das italienische Tor, aus 30 Metern. Eine Bombe! Und Albertosi muss schon klären. Mit dem linken Handschuh knallt er den Ball noch so eben über die Querlatte.”
34. Minute: „1:0, man sagt, wenn die italienische Mannschaft 1:0 in Vorteil kommt, dann ist recht wenig zu machen. Dann ist die Hintermannschaft für die nächsten 250 Minuten gut, hier ohne Tor zu überstehen.”
38. Minute: „Das ist echt italienische Profiluft, die hier durchs Stadion weht. Sie tun nichts, was der Schiedsrichter sagt. Sie kommen schrittweise. So 25 Zentimeter ...”
42. Minute: „Aber der Schiedsrichter pfeift einen Freistoß gegen Deutschland. Obwohl Beckenbauer eindeutig den Ball getroffen hat und ihn wegschlug.”
45. Minute: „Und der Schiedsrichter lässt den Freistoß wiederholen oder was macht er? Oder hat er zur Halbzeit gepfiffen? Ich nehme an, es ist Halbzeit ... jawohl. Halbzeit!” „Und ich muss dazu sagen. Verdienterweise steht es 1:0 für Italien. Das deutsche Spiel ist noch nicht zum Tragen gekommen.”
„Hier, meine Damen und Herren, ist wieder die ARD-Zentrale in Baden-Baden. Bevor Sie weitere 90 [?!] Minuten mit uns zittern können, kommen zunächst die angeschlossenen Sender mit eigenem Programm wieder.”
48. Minute: „Beckenbauer läuft über 30 Meter ... Dann kommt ein schöner Pass zu Uwe Seeler. Der hat es auf dem Fuß ... ooooohhhhhahaha UWE, DU KONNTEST WARTEN, UWE, DU KONNTEST SCHIESSEN. Uwe Seeler, mutterseelenallein am Elfmeterpunkt schießt er in die Arme von Albertosi.”
55. Minute: [Brumme macht den Schuldigen für die bisherige Misere aus: den Schiedsrichter:] „Yamasaki macht mir im Moment keine sehr ... deutschfreundliche Figur, wenn ich einmal so sagen soll. Er pfeift etwas mehr für Italien. Mit und ohne Grund. Er sollte unparteiisch sein, deshalb sind wir schon sehr zufrieden.” „Es gibt keinen Ball, keinen Freistoß, [gegen] den die Italiener nicht protestieren. Freistoß von Beckenbauer. Wird jetzt ausgeführt. Was de Sisti am Ball … warum er immer wieder draufzeigt, ist mir unklar. Der Ball ist rund, natürlich, weiß der Schiedsrichter auch.”
60. Minute: [Unheimliche Begegnung der dritten Art für den Kaiser:] „Da ist kein Durchkommen. Der Catenaccio steht wieder vor Franz Beckenbauer.”
61. Minute: „Ich weiß nicht, was mit dem Karl-Heinz Schnellinger los ist. Jeder Angriff der Italiener wird an dem semmelblonden Mailänder vorbeigeführt. Jeder Angriff wird an ihm vorbeigeführt.”
62. Minute: „Libuda auf dem rechten Flügel. An Facchetti vorbei. Müsste jetzt die Flanke schlagen. Facchetti hat ihn wieder ein. Steht wieder vor ihm. Libuda dribbelt. Dribbelt ihn in die Enge hinein. Zieht den Ball hinein. Gefährlich! Und so eben, so eben, so eben kann Albertosi den Ball über die Latte zupfen.”
64. Minute: „Die Deutschen erkämpfen sich den Ball. Grabowski ist da. In den Strafraum. Overath ist da, schießt … gegen die Latte! Übers Tor … [schweigt einige Sekunden] gegen die Latte übers Tor. Das war die Chance … das war die Chance für Deutschland. [Schweigen] Das ist Pech.”
65. Minute: „Beckenbauer im Strafraum! Ist im Strafraum und fällt. Aber er gibt keinen Elfmeter! Er gibt Freistoß für Deutschland. Voll getroffen in die Beine, den Deutschen … Beckenbauer. Aber Yamasaki gibt keinen Elfmeter, obwohl es ein klarer Elfmeter war. Die deutsche Mannschaft kann es immer noch nicht fassen, dass sie hier jetzt offensichtlich benachteiligt wird … offensichtlich. Zum zweiten Mal, zum zweiten Mal benachteiligt wird.”
66. Minute: „Beckenbauer wird draußen behandelt. Seine Schulter ist offenbar angeknackst.”
67. Minute: „Kopfball von … Müller hat die Chance, Seeler hat die Chance! Schießt gegen das Tor, Albertosi hält!” „Was ist denn jetzt los? Schiedsrichter hat etwas abgepfiffen. Ich weiß nicht, was. Gibt einen Freistoß für Italien, obwohl Albertosi den Ball ganz frei gehalten hat, gibt er einen Abstoß, einen Freistoß für die Italiener.” „Albertosi sucht aufmerksam auf den Grashalmen, wo wohl der Platz gewesen ist.”
69. Minute: „Das müsste eigentlich Elfmeter geben, denn Uwe Seeler ist festgehalten worden, als er schießen will. Und was gibt Schiedsrichter Yamasaki? Mein Gott, er gibt einen Freistoß für Italien. Das ist unmöglich! Das ist unmöglich, diese Schiedsrichterentscheidung. Es ist unmöglich! Seeler wird einfach umgerissen, wird am Boden gehalten und der Schiedsrichter lässt sich beeindrucken, weil jetzt ein Italiener auf dem Boden liegt und wir uns besorgt fragen, ob er wohl noch durchkommt in diesem Spiel. Ob wir ihn wohl noch lebend antreffen nach dem Spiel? Große Show dort unten, nichts passiert.”
71. Minute: „Herrgott ist das Spiel jetzt schlecht geworden.”
74. Minute: „Yamasaki ist wohl der schlechteste Schiedsrichter, den ich gesehen habe in diesem Turnier. Absolut schlecht, absolut schlecht.”
75. Minute: [Gerd Müller fällt gedanklich ins Kinderalter zurück:] „Und Müller zeigt an: Ich möchte auch einmal einen Ball bekommen. Schließlich bin ich der Torschützenkönig des Turniers mit acht Treffern.”
81. Minute: [Brumme steckt in einem Dilemma:] „Ich spreche nicht gern über Schiedsrichter, möchte Ihnen aber zumindest sagen, dass das der schlechteste ist, den ich zumindest in diesem Turnier gesehen habe.”
83. Minute: [Deutschland läuft gegen die „Gummiwand der Italiener” an.] „Jetzt wieder Freistoß für Deutschland. Die Italiener geben aber den Ball nicht frei. Man kann also gar keinen Freistoß ausführen. Jetzt heben sie wieder beschwichtigend die Hände. Jetzt zeigt einer auf den Ball … wir wissen doch, Cera, dass der Ball rund ist! Es ist wirklich zum Weinen dieses Gehabe. Das ist kein Fußball mehr. Das ist widerlich anzuschauen.”
84. Minute: „Das hat die Welt noch nicht gesehen! Müller wird ins Netz hereingestoßen von Albertosi und der Schiedsrichter gibt Freistoß für Italien. Na, meine Damen und Herren, wenn wir dieses Spiel verlieren, und wir müssen uns langsam damit abfinden … es ist eine Mannschaft, die in Mexiko-City, im Aztekenstadion, ich darf es jetzt offen sagen … vom Schiedsrichter betrogen wurde.”
88. Minute: „Da lässt sich völlig unmotiviert ein Spieler fallen. Herrlich, wie die Italiener das jetzt machen. Jetzt ziehen sie eine Show ab. Da lässt sich einfach jemand fallen. Was will er eigentlich? Und jetzt sagen sie, Gerd Müller habe ihn umgedrückt mit dem Ellenbogen. Ich hab nichts gesehen. Aber der Italiener liegt da so, als ob er offenbar nicht mehr aufstehen könne. Kinder … ist das ein Theater hier auf dem Fußballplatz.”
90. Minute: „Auch Boninsegna, der Tote, der eben auf dem Boden lag … alle sind wieder munter und da.” „Mein Gott, ist das ein Fußball hier. Das ist ja entsetzlich. Das ist ja widerlich, was hier gespielt wird.”
90+2 Minute: Das späte 1:1: „Es steht 1:0 für Italien. Die Spielzeit ist normal um. Ball kommt noch einmal zu Grabowski. Grabowski: Hinein, hinein! TOR! TOR! TOR! TOR! Und nun lasst uns eben Abbitte leisten! Der Mann, der hier so oft überlaufen wurde, der hat gegen Italien … unser Italiener … der hat gegen Italien den Ausgleich erzielt. Eins zu eins steht es, eins zu eins.” „Karl-Heinz, wenn er es hören kann. Ich habe gar nichts gesagt. Er ist ein paar Mal überlaufen worden. Er sah nicht gut aus. Und weil er das wusste, ist er nach vorne gestürmt und wollte alles gutmachen. Und er hat alles gutgemacht.”
Nach kurzer Pause: „Ja, hier ist das Aztekenstadion wieder. Leider höre ich mich jetzt selber sprechen. Ich habe Hall drauf und bitte die Technik im Studio, das zu beheben.” „Hallo Kurt Brumme.” „Ja, bitte?” „Ich möchte Ihnen so gerne eine Verschnaufpause geben.” „Bitteschön …” „Meinen Sie, dass es möglich ist, dass wir zunächst für ein paar Takte Musik nach Deutschland zurückgehen?” „Bitte, Baden-Baden, etwas Musik.” [Es wird Musik eingespielt, die den gängigen deutschen Vorstellungen dieser Zeit von typisch mexikanischer Musik entspricht. Außerdem ruiniert Sepp Herberger noch schnell seinen fabelhaften Ruf, als er während eines Interviews mit „Baden-Baden” orakelt, dass er sich sicher sei, „dass unsere Mannschaft das Spiel jetzt auch nach Hause bringt”.]
91. Minute: „Ich möchte hier dem Bundestrainer widersprechen, denn wir sitzen hier und sehen es aus nächster Nähe …das Foul, das an Beckenbauer begangen worden ist, ist so stark, dass Franz Beckenbauer jetzt mit bandagiertem rechten Arm spielt. Der Arm ist angewinkelt auf der Brust. Ich weiß nicht, ob das Schlüsselbein gebrochen ist, oder ob er sonst etwas am Schlüsselbein hat, er kann sich jedenfalls nicht frei bewegen.”
92. Minute: „Wer hier ein Tor schießt, mit Sicherheit möchte ich fast sagen, ist der Sieger.”
95. Minute: 2:1 für Deutschland „Eckball wird von rechts gespielt. Von Libuda. Da stellt sich Müller in Positur. Uwe Seeler kommt heran, Uwe Seeler köpfelt nach vorne, da springt ein Italiener dazwischen ... TOR!! TOR! Ein Italienerspringt dazwischen, will den Ball zurückspielen, Müller ist dazwischen, der Ball ist über der Linie. 2:1 für Deutschland, 2:1 für Deutschland, 2:1 für Deutschland!! Gibt es das große Wunder von Mexiko-City?”
98. Minute: „Die deutsche Mannschaft glaubt, eine deprimierte italienische Mannschaft jetzt im Griff zu haben und stürmt weiter. Hoffentlich geht das gut.”
99. Minute: 2:2: „Pfeifkonzert von den 100 000 gegen die Italiener. Freistoß wird erneuert und zwar 25 Meter vor dem deutschen Tor. Abwehr formiert sich … Franz Beckenbauer neben Schnellinger … selbst Uwe Seeler ist mit hinten. Alle Deutschen in der Hälfte am Strafraum. Passen auf, was passiert. Warten auf die Ausführung des Freistoßes. Da kommt der Ball, wird gut hereingeschaufelt und Burgnich schießt … Tor! Fehler von Held, Held lässt den Ball abtropfen. Genau Burgnich vor die Füße. Der jagt den Ball aus fünf Metern an Maier vorbei ins Netz. Zwo zu zwo, unentschieden. Mein Gott, welche Schlacht hier draußen im Aztekenstadion. Zwo zu zwo. Innerhalb von vier Minuten zwo Tore. Eben innerhalb von 93 Minuten zwo Tore.”
103. Minute: „Wenn man so etwas sieht, was alles nicht zum Fußball gehört und was man nicht tun sollte und was man alles vorgeführt bekommt von den italienischen Freunden, dann wird einem doch ein wenig bang ums Herz.”
104. Minute: 3:2 für Italien: „Libuda auf dem rechten Flügel, hat den Ball behalten. An zwei Mann vorbei! Wird gelegt … wird gelegt und der Schiedsrichter pfeift nicht. Ich sage ja gar nichts … die Italiener greifen an aus dieser Situation … Libuda einwandfrei gelegt … und jetzt eine Möglichkeit durch Riva! Schießt … und der Ball ist im Tor. 3:2, aus … für Italien. Aus dieser Fehlentscheidung des Schiedsrichters heraus.”
107. Minute: „Jetzt spielen sie noch einmal Powerplay, mein Gott. Wie muss diesen Männern dort unten ums Herz sein? Wie müssen ihre Lungen aussehen? Sie müssen zusammengequetscht sein. Sie können doch gar keine Luft mehr haben. Sie können doch gar keine Kraft mehr haben. Dennoch kämpfen sie, dennoch spielen sie. Immer wieder nach vorne. Ohne Erbarmen.”
110. Minute: 3:3: „Erneut Eckball. Siebzehnte Ecke für Deutschland. Von rechts. Ausgeführt … von Grabowski. Libuda hat den Ball. Hebt ihn herein. Zu Uwe Seeler … TOR!! Tor durch Müller. Tor durch Müller. Kopfball Uwe Seeler, Kopfball Müller. Im Hechtsprung durch drei Italiener hindurch ins Netz. 3:3. Unentschieden. Das gibt es nicht mehr. Das gibt es nicht noch einmal, eine solche Dramatik.”
111. Minute: 4:3 für Italien „Die Italiener greifen an. Boninsegna … und Tor für Italien.”
113. Minute: Vorteil für Deutschland, Vorteil für Italien, dann wieder Ausgleich, dann wieder Italien.”
118. Minute: „Uwe Seeler hat nicht mehr die Kraft, weit zu köpfen.”
119. Minute: „Wer ist der Schwerverletzte? Gar keiner …” „Boninsegna zu dem eben noch schwerverletzten Bertini, der jetzt wieder quietschfidel übers Feld läuft.”
120. Minute: Endstand: 4:3 für Italien: „Kein deutscher Spieler kommt an den Ball. Schließlich Uwe Seeler … so dramatisch und so unglücklich hat noch keine deutsche Fußballmannschaft verloren. Selbst die deutsche Mannschaft in Wembley nicht, so wage ich zu behaupten.” [ENDE]